[Review] Quinn, Julia – How To Marry a Marquis (Agents for the Crown #2)

Erschienen: 1999

Originaltitel: /

Sprache: Englisch

Seiten: 372

Verlag: Avon

ISBN: 0-380-80081-0

Preis: ca. 6,25 €

Altersempfehlung: ab 16 Jahre

 

 

Über die Autorin:

Julia Quinn learned to read before she learned to talk, and her family is stille trying to figure out if that explains

  1. why she reads so fast
  2. why she talks so much or
  3. both.

In addition to writing romances, she practices yoga, grows terrifyingly huge zucchinis, and tries to think up really good reasons why housework is dangerous to her health.

The author of so many acclaimed novels for Avon Books, she is a graduate of Harvard and Radcliffe Colleges and lives in Colorado with her husband Paul, two rabbits, and a cat. Julia also spends way too much time online.

Klapptext:

She’s trying to

follow the rules

When Elizabeth Hotchkiss stumbles upon a most intriguing book, How to Marry a Marquis, in her employer’s library, she’s convinced someone is playing a cruel joke. With three younger sibblings to support, she knows she has to marry for money, but who might have guessed how desperate she’s become? A guidebook to seduction might be just the thing she needs – and what harm could there be in taking a little book?

But he’s making his own

James Sidwell, the Marquis of Riverdale, has been summoned to rescue his aunt from a blackmailer, a task that requires him to pose as the new estate manager – and he immediately sheds suspicion on his aunt’s companion, Elizabeth. Intrigued by the deliciously alluring young woman with the curious little rulebook, he gallantly offers to help he find herself a husband… by practicing her wiles on him. But when practice becomes all too perfect, James decides there’s only one rule worth following – that Elizabeth marry her marquis.

Meinung:

„How To Marry A Marquis“ ist eines der ersten Bücher von Julia Quinn, das mich nicht in Jubelrufe und Lobgesänge ausbrechen lässt, sondern mein Fremdschäm-Gen aktivierte. Nein, nicht die Geschichte an sich, sondern die Protagonistin war es, für die ich mich schämte, da diese zeitweise nicht nur flach, naiv und leicht einfältig wirkte, sondern ihr Verhalten auch relativ dümmlich/unüberlegt auf mich wirkte. Und es war nicht nur ihr naives/einfältiges Verhalten in Kombination mit unüberlegten Handlungen, was mich persönlich davor zurückschrecken ließ, 100 %ig mit ihr zu sympathisieren. Zwar find ich die Idee, dass eine junge und unerfahrene Protagonistin ein Buch findet, was ihr Anleitung gibt, wie sie sich einen wohl situierten Mann angeln kann, amüsant, jedoch gelang es der Autorin dieses Mal nicht, die Geschichte überzeugend zu erzählen. Zudem wurde der Faktor Humor auch nicht potentiell bis an seine Grenzen ausgeschöpft.

Zwar ist der Erzählstil von Julia Quinn wie gewohnt flüssig und man erkennt als Leser eine gewisse Struktur, dennoch fühlt und leidet man mit den Charakteren nicht im Ansatz so mit – auch wenn die Handlung aus den Perspektiven von Elizabeth und James erzählt wird – wie man es aus anderen Werken der Autorin kennt, was wohl darin begründet sein könnte, dass das vorliegende Werk schon einige Jährchen auf dem Buckel hat.

Auch gibt es an der Handlung selbst ein paar Punkte, die mich gestört haben. Erst einmal gab es keine nachvollziehbare Beziehungsentwicklung zwischen James und Elizabeth, da für eine solche die vorhandenen gemeinsamen Szenen nicht nur zu rar gesät waren, sondern diese auch überhaupt kaum „Knisterstimmung“ versprühten, da James Elizabeth gegenüber meistens misstrauisch war. Dann gab es die versuchte (und beinahe gelungene) Vergewaltigungsszene, aus deren Schockstarre sich die Protagonisten viel zu rasch und somit wenig überzeugend lösen konnte. Zudem war diese Szenerie unnötig und hat die beginnende leichte Verspieltheit der Geschichte wieder zunichte gemacht. Die Handlung wäre auch ohne diese Szene gut ausgekommen. Alles in allem war die Handlung zwar nicht perfekt und die Autorin hatte das vorhandene Potential nicht vollumfänglich ausgenutzt, dennoch habe ich mich recht gut unterhalten gefühlt.

Neben der weiblichen Protagonistin Elizabeth gab es ja noch eine Menge sympathischer Charaktere, die die Fehlerhaftigkeit der Protagonistin abschwächten. Da wäre James, der angeblich zum intelligenteren Familienteil von Lady Danbury gehört, aber dennoch ihre so offensichtliche Intrige nicht durchschaut, denn diese Intrige ist so offensichtlich, dass sie einem Leser schon beim ersten Schaulaufen beißt. Dann gibt es noch die drei Geschwister Elizabeths, für die die junge Protagonistin seit dem Tod ihres Vaters sorgt, die wenigstens ein wenig Schwung und Leben in die Geschichte bringen. Ähnlich wie Lady Danbury, nur nicht ganz so „subtil“. Begeistert von den wenigen Auftritten Lady D’s bin ich ja schon immer gewesen und wäre ich nicht vorher schon ein Fan dieses Charakters gewesen, wäre ich es spätestens jetzt. Ohne Lady D geht in einem Quinn meistens einfach Nix. 😀

Bewertung:

Gute Unterhaltung trotz einer nervigen Protagonistin, einer zu leicht zu durchschauenden Handlung und mangelnder Romantik. Ein Quinn der sicherlich nicht jedermanns/-frau Geschmack trifft.

Infos zur Reihe:

  1. Agents for the Crown 1: To Catch an Heiress (dt. Ausgabe: Im Namen der Liebe/Ein verhängnisvoller Kuss)
  2. Agents for the Crown 2: How To Marry A Marquis (dt. Ausgabe: Wie heiratet man einen Marquis?/Wie heirate ich einen Marquis?)
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3 Gedanken zu „[Review] Quinn, Julia – How To Marry a Marquis (Agents for the Crown #2)

  1. Okay, also kein Roman, den ich unbedingt lesen sollte. Ich habe ohnehin ein paar Probleme mit Julia Quinn, ihre meisten Romane langweilen mich irgendwie mehr oder weniger. XD Also wenn die Geschichte dann dir als größerem Fan nicht gefällt brauche ich mir den Roman gar nicht erst anzuschauen.
    Ich hätte bei Julia Quinn allerdings nicht erwartet, dass sie eine fast-Vergwaltigungsszene einbauen würde, ihre späteren Romane waren was Erotik und so angeht ja eher verhalten… Obwohl in den 90ern war das wahrscheinlich üblicher als jetzt. ^^

    • Hm. Du magst Frau Quinn ihre Historicals nicht? O.O Ich bin schockiert, Lucina!!! *gg*

      Ich könnte ja jetzt nur spekulieren, dass du ihre Bücher nicht magst, weil sie meistens eine leichte Friede-Freude-Eierkuchen-Story erzählen, aber eigentlich les ich ja, wenn ich gerade in dieser Stimmung bin, gerade gerne solche Bücher. 😉 Und ich glaube auch, dass dir die Geschichte nicht wirklich gefallen würde, wenn du eh schon mit ihren Geschichten Probleme hast. Was (Fast-)Vergewaltigungsszenen angeht, bin ich aus persönlicher Motivation heraus etwas spitzfindiger. Ich mag es nicht, wenn derart ernste Thematiken einfach nur angeschnitten und sich über den emotionalen/psychologischen Anteil des betreffenden Charakters keine bzw. zu wenig Gedanken gemacht wird. Einer der Gründe, warum mir ja damals diese eine Reihe von Richelle Mead nicht gefallen hat.

      Öhm… Bei Historicals aus den 90ern kann ich nicht mit reden, habe jetzt nämlich gerade gar nicht im Kopf, ob ich mittlerweile soweit schon zurückgegangen bin, denn Irina hat mich ja erst vor zwei Jahren zu den Historicals bekehrt. 😉

      • Es ist nicht so, dass ich sie nicht mag, sie langweilen mich nur meistens, der eine Roman mehr, der andere Roman weniger. 😀 Die Romane an sich sind auch nicht schlecht, fesseln mich halt nur sehr selten. ^^

        So Friede-Freude-Eierkuchen finde ich sie gar nicht, ich hab vor Ewigkeiten den fünften Bridgerton angefangen und der war jetzt nicht so locker, dafür aber laaaaangweilig ohne Ende und deswegen komme ich mit der Reihe auch nicht weiter. ^^ Und Friede-Freude-Eierkuchen kann auch auch spannend sein, wenn mich die Liebesgeschichte oder was auch immer trotzdem fesseln kann, aber ich weiß nicht, Julia Quinns Romane und ich, ich glaube wir sind nicht auf der gleichen Wellenlänge. XD
        Gibt es Historicals in denen das anders ist? Ich meine mich stört es z.B. bei den letzten Lorraine Heath Romanen auch etwas, dass die Vergewaltigungen (nicht durch die Helden versteht sich, sondern in der Kindheit) doch so recht locker mehr oder weniger übergangen wurden , aber gibt es Historicals die da psychologischer rangehen? Ich meine, ich habe von der Thematik keine Ahnung und weiß auch nicht, ob manche Sachen logisch sind oder an den Haaren herbeigezogen etc.

        Aber dieser Roman wurde doch auch 1999 veröffentlicht, ein bisschen Ahnung hast du also. XD

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