[Adventslesen] Ein Klassiker

Auch in dieser Woche habe ich anlässlich der Vorweihnachtszeit – und somit pünktlich zum vierten Advent – eine weihnachtliche Geschichte gelesen. Eine Geschichte, die eigentlich jeder von uns kennt, da sie bereits in vielen verschiedenen Variationen – in Buchform oder filmisch – adaptiert worden ist. Die Rede ist hier eindeutig von „A Christmas Carol“ von Charles Dickens. 

 

Charles Dickens zeigt bereits in seiner bereits 1843 erschienen Weihnachtsgeschichte eindeutig einen Hang zum Materialismus auf anstatt auf Besinnlichkeit und Gemeinschaftsgefühl. Denn Ebenezer Scrooge, der Protagonist seiner Weihnachtsgeschichte, ist eher dem Geld verfallen als dem Mitgefühl zu seinen Mitmenschen. Erst durch den Besuch der drei Weihnachtsgeister erkennt Scrooge, was für ein Unmensch er ist und, dass er sein Geld im wahrsten Sinne des Wortes ja nicht mit ins Grab nehmen kann und stattdessen zu Lebzeiten noch viel Gutes bewirken kann. 

Die mir vorliegende Longman Classic-Ausgabe von „A Christmas Carol“ ist eine vereinfachte Variation der Weihnachtsgeschichte in simplerem und somit leicht verständlicherem Englisch mit sehr schönen Illustrationen, die sich wunderbar – auch aufgrund der wenigen Seiten (64) – für den Englischunterricht eignet. Denn ehrlich gesagt, handelt es sich bei dieser Ausgabe um eine schulische Buch-/Heftausgabe. Leider kommt durch die vereinfachte Variante nicht gänzlich Ebenezers griesgrämiger Charakter und seine Wandlung zum Gutmenschen durch die Weihnachtsgeister zum Vorschein. Dies wirkt etwas sporadisch und wenig gelungen. Da die 180 Grad-Drehung eines Menschen innerhalb einer Nacht allein aus logischem Geschichtspunkt heraus etwas unrealistisch erscheint. Die Idee, den Menschen allerdings durch gerade diese Wandlung den Menschen aufzeigen zu wollen, worin sich der Weihnachtsgedanke erschließt um daran zu erinnern, dass weder Geld noch Materialismus, sondern Besinnlichkeit, Ruhe und Gemeinschaftsgefühl sowie familiärer Zusammenhalt gerade zu Weihnachten den Schwerpunkt bilden, ist der Kernpunkt der Geschichte, der auch ihren unerlässlichen Charme ausmacht, weswegen diese Geschichte einfach immer ein zeitloser Klassiker bleiben wird. 

Mit „A Christmas Carol“ habe ich in dieser Woche eine zum Nachdenken anregende klassische Weihnachtsgeschichte gelesen, die mich jedes Mal wieder über den Sinn von Weihnachten sinnieren lässt. Einfach unschlagbar.

Auch nächste Woche wird es – allerdings vor Heiligabend, also dem 23.12.2011 – eine Vorstellung zu einer weihnachtlichen Geschichtensammlung geben. Ich bin selbst schon sehr gespannt drauf, weil ich bisher noch nicht die Gelegenheit hatte, eine Anthologie zu lesen. Seid gespannt und lasst euch weihnachtlich überraschen! 

 

Ich wünsche euch noch einen schönen vierten Advent!
Eure animasoul
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3 Gedanken zu „[Adventslesen] Ein Klassiker

  1. Och, das hab ich vor zwei Jahren zu Weihnachten gelesen. Sollte ich unbedingt mal wiederholen! Hm und weil du hier schreibst, du hast eine "Schulausgabe", meine ist zwar auf Deutsch aber von Arena – ob das nicht auch gekürzt ist? Da muss ich mich mal schlau machen.Dir auch einen schönen 4. Advent 🙂

  2. 'A Christmas Carol' habe ich, glaube ich, das letzte Mal in der Schule gelesen, aber jetzt hätte ich richtig Lust auf einen reread. Vielleicht mach ich das tatsächlich noch bis Weihnachten :)Ich wünsch dir auch einen schönen 4. Advent und noch mal gute Nerven für den Endspurt bis Weihnachten *knuddel*

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