[Review] Kleypas, Lisa – Scandal In Spring (Wallflower Serie #4)

Taschenbuch

Erschienen: 2006

Originaltitel: /

Sprache: Englisch

Seiten: 374

Verlag: Avon

ISBN: 978-0-06-056253-3

Preis: ca. 7,10 €

Altersempfehlung: ab 16 Jahre 

 

 

About the author:

Lisa Kleypas is the author of nineteen historical romance novels that have been published in twelve languages. In 1985, she was named Miss Massachusetts and competed in the Miss America pageant in Atlantic City. After graduating from Wellesley College with a political science degree, she published her first novel at age twenty-one. Her books have appeared on bestseller lists such as the New York Times, USA Today, Publishers Weekly, and Walden Books. Lisa is married and has two children. 

 

 

Klapptext (Buchrückseite):

After spending three London Seasons searching for a husband, Daisy Bowman’s father has told her in no uncertain terms that she must find a husband. Now. And if Daisy can’t snare an appropriate suitor, she will marry the man he chooses – the ruthless and aloof Matthew Swift. 

Daisy is horrified. A Bowman never admits defeat, and she decides to do whatever it takes to marry someone… anyone… other than Matthew. But she doesn’t count on Matthew’s unexpected charm… or the blazing sensuality that soon flares beyond both their control. And Daisy discovers that the man she has always hated just might turn out to be the man of her dreams.

But right at the moment of sweet surrender, a scandalous secret is uncovered… one that could destroy both Matthew and a love more passionate und irresistible than Daisy’s wildest fantasies.

 

 

Meinung:

Da die Hoffnung ja bekanntlich zuletzt stirbt, ist sie nunmehr auch mit dem „letzten“ Band der Wallflower-Serie gestorben, dass Lisa Kleypas in meine persönliche Riege von favorisierten Historical-Autorinnen, deren Werke bei mir heimisch sind, aufsteigen könnte. 

Bis zum nunmehr vorliegenden Bannd konnte ich mich nicht vollständig mit dem Erzählstil der Autorin, der meiner persönlichen Auffassung nach weder an Julia Quinn noch Sarah MacLean oder Veronica Wolff heranreicht, anfreunden. Zwar hat mir die Unterthematik des Fortschritts in Form von Industrialisierung und Technisierung gefallen, aber allein dieser Aspekt kann die als insgesamt schwach erscheinende Wallflower-Serie nicht retten. 

„Scandal In Spring“ ist zwar nicht der schwächste Band der Reihe, aber eindeutig einer der schwächeren, was eindeutig in der Umsetzung und Charakterisierung der Protagonisten begründet liegt. 

Matthew und Daisy sind zwar neben den Protagonisten des ersten Bandes richtiggehend sympathisch, dennoch haben sie gravierende Schwächen, die sie platt und unauthentisch erscheinen lassen. Damit, dass Daisy verträumt und unschuldig und in der Regel friedliebend und hilfsbreit ist, habe ich überhaupt keine Probleme, aber wenn sich eine Naivität zeigt, die solch verblendete „Ansichten“ zutage fordert, hört bei aller Liebe mein Verständnis für Naivität auf. Ohne auch nur im Ansatz wütend auf Matthew zu sein, verzeiht sie ihm alles – dass er sie über seine Identität usw. angelogen hat, scheint sie nicht einmal zu stören. Ich hätte im glücklichsten Falle wahrscheinlich noch damit leben können, wenn sie vor Liebe blind gewesen wäre und ihm eine kleine Szene gemacht hätte, aber NIX. Das wirkte einfach zu surreal, um ernsthaft in Betracht gezogen zu werden bzw. Verständnis beim Leser – jedenfalls mir – hervorzulocken. 

Ebenso hätte mich wahrscheinlich die mangelnde Wuterscheinung von Daisy weniger gestört, wenn die „Lösung“ des Problems nicht so lapidar und im wahrsten Sinne des Wortes dahingeklatscht gewirkt hätte, sondern wenigstens die anderen Charaktere hier eine Schutzposition eingenommen hätten und wütend auf Matthew gewesen wären. Dass Matthew ohne sein persönliches Engagement alle „Herzen zugeflogen“ sind, missfiel mir zudem auch. In keinster Weise musste er um Daisy oder ihre Zuneigung kämpfen, sondern stets umgekehrt, weswegen die ganze Liebesbeziehung zwischen Matthew und Daisy unrealistisch erschien. 

Bevor ich mich noch mehr in Rage schreibe, belasse ich es mit einem letzten Hinweis darauf, dass es der Wallflower-Serie allgemein an Romantik mangelte. Natürlich gab es schöne, amüsante und amouröse Szenen zwischen den einzelnen Protagonisten, aber mangelnde Romantik und Emotionen ließen diese unauthentisch und platt wirken. 

 

 

Bewertung:

Ein fast genauso schwacher „letzter“ Band wie der erste, nur mit wesentlich sympathischeren Protagonisten.

Infos zur Reihe:

  1. Secrets Of A Summer Night (dt. Ausgabe: Geheimnisse einer Sommernacht)
  2. It Happened One Autumn (dt. Ausgabe: Der Earl und die Erbin)
  3. Devil In Winter (dt. Ausgabe: Es begann in einer Winternacht)
  4. Scandal In Spring (dt. Ausgabe: Verbote Früchte im Frühling)

 

Zu den vier Hauptbänden der Reihe gibt es noch einen Zusatzband mit dem Titel „A Wallflower Christmas“, der noch ungelesen auf meinem SuB herumlungert und der die Geschichte von Rafe Bowman, dem Bruder von Lillian und Daisy, erzählt.

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Ein Gedanke zu „[Review] Kleypas, Lisa – Scandal In Spring (Wallflower Serie #4)

  1. Den Abschlussband fand ich auch wieder schwächer, irgendwie hat er mich doch eher gelangweilt. Deinem Fazit würde ich zustimmen, wobei meine Bewertung doch etwas positiver ausgefallen ist (9/15). Wer weiß, ob ich so begeistert von Kleypas wäre, wenn ich nich vor den Wallflowers schon viele viele andere Bücher von ihr gelesen hätte! 🙂

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