[Review] Kleypas, Lisa – It Happened One Autumn (Wallflower Serie #2)

Taschenbuch

Erschienen: 2005

Originaltitel: /

Sprache: Englisch

Seiten: 382

Verlag: Avon

ISBN: 978-0-06-056249-6

Preis: ca. 5,40 €

Altersempfehlung: ab 16 Jahre

 

 

About the author: 

Lisa Kleypas is the author of nineteen historical romance novels that have been published in twelve languages. In 1985, she was named Miss Massachusetts and competed in the Miss America pageant in Atlantic City. After graduating from Wellesley College with a political science degree, she published her first novel at age twenty-one. Her books have appeared on bestseller lists such as the New York Times, USA Today, Publishers Weekly, and Walden Books. Lisa is married and has two children. 

 

 

Klapptext (Buchrückseite):

 

It happened at the ball…

 

Where beautiful but bold Lillian Bowman quickly learned that her independent American ways weren’t entirely „the thing“. And the most disapproving of all was insufferable, snobish, and impossible Marcus, Lord Westcliff, London’s most eligible aristocrat. 

 

It happened in the garden…

 

When Marcus shockingly – and dangerously – swept her into his arms. Lillian was overcome with a consuming passion for a man she didn’t even like. Time stood still; it was as if no one else existed… thank goodness they weren’t caught very nearly in the act!

 

It happened one autumn…

 

Marcus was a man in charge of his own emotions, a bedrock of stability. But with Lillian, every touch was exquisite torture, every kiss an enticement for more. Yet how could he consider taking a woman so blatantly unsuitable… as his bride?

 

 

Meinung:

Nach dem schwachen Reihenbeginn versprach immerhin die Story von Lillian und Westcliff besser zu werden. Und glücklicherweise entpuppte sich dann auch der zweite Band der Wallflower-Serie als zweitstärkster der ganzen Reihe. 

Noch immer mit dem Erzählstil der Autorin kämpfend, der nach wie vor nicht ganz meinen Geschmack trifft, da dieser einfach zu trocken und emotionslos ist. Allerdings wirkte der Handlungsverlauf, so wie die Dialoge zwischen den Protagonisten, nicht mehr so gekünstelt, sondern etwas natürlicher, da dies ihrer eigentlichen Charakterisierung ähnelte und man dies als Leser damit in Verbindung zu bringen vermochte. 

Marcus und Lillian waren im Gegensatz zu Annabelle und Simon auch nicht ganz so „steife“ Charaktere, sondern zeigten deutlich, dass sie vor Fehlern und Charakterschwächen nicht gefeit sind. Besonders amüsant zwischen den beiden fand ich die neckenden und provozierenden Schlagabtausche, die mir ein ums andere mal ein Grinsen ins Gesicht zauberten. Da war es nahezu schon traurig, dass den beiden einfach nur ein Quentchen Tiefe fehlte, um vollends zu überzeugen. Ebenfalls kam durch die etwas natürlich wirkenderen Dialoge und Handlungen eine gewisse Eigendynamik in die Geschichte, die die Entwicklung der Beziehung – auch auf emotionaler Ebene – zwischen den beiden jedenfalls erkennen ließ. 

Als positiv anmerken möchte ich, dass hier in Band zwei der Vebrindungspunkt zu der Geschichte von Evie und St. Vincent geschaffen wurde, indem St. Vincent – wenn auch nicht gerade glücklich – in der Geschichte von Lillian und Marcus als Nebencharakter eine Rolle spielte. Allerdings ist diese Rolle auch eher kritisch zu bewerten, da diese wiederum zu einem „sinnlosen“ dramatischen Handlungsverlauf führte, der eher die eigentliche Erzählung schwächte und mich darüber wundern ließ, warum denn Frau Kleypas nicht einmal eine ganz normale historische Liebesgeschichte ohne Nebenkriegsschauplatz erzählen kann. Jedes Mal, wenn die Autorin einen solchen Handlungsverlauf einschlägt, führt das eher zu negativen Auswirkungen auf die Geschichte – wenn es auch dieses Mal glücklicherweise keinen allzu negativen Einfluss hatte und die Bindung zwischen Lillian und Westcliff festigte.

Insgesamt gesehen, steht dennoch das Gesamtkonstrukt der Reihe, wie auch der einzelnen Erzählungen, eher auf wackligen Beinen und lässt zu wünschen übrig, da sich jede einzelne Geschichte der vier Wallflower vom Grundkonzept her ähnelt, denn jede der vier Damen heiratet einen Mann, den sie anfangs (manchmal über Jahre hinweg) nicht leiden konnte. Dass sich dieses Konzept in allen Bänden wiederfindet, mutet meiner Ansicht nach schon etwas seltsam an. Allerdings ist hier noch positiv zu vermerken, dass mit dem vorliegenden Band ein deutlicher, positiver Entwicklungssprung hinsichtlich des Charakterdesigns und der Nutzung der Charaktereigenschaften, um den Handlungsverlauf „natürlicher“ zu gestalten, stattgefunden hat.  

 

Bewertung: 

Ein gelungener Fortführungsband, der die Hoffnung gibt, dass die nachfolgenden Bände ebenfalls besser sind, und die Lust am Weiterlesen anspornt. 

Infos zur Reihe: 

  1. Secrets Of A Summer Night (dt. Ausgabe: Geheimnisse einer Sommernacht)
  2. It Happened One Autumn (dt. Ausgabe: Der Earl und die Erbin)
  3. Devil In Winter (dt. Ausgabe: Es begann in einer Winternacht)
  4. Scandal in Spring (dt. Ausgabe: Verbotene Früchte im Frühling)

Zu den vier Hauptbänden der Reihe gibt es noch einen Zusatzband mit dem Titel „A Wallflower Christmas“, der noch ungelesen auf meinem SuB herumlungert und der die Geschichte von Rafe Bowman, dem Bruder von Lillian und Daisy, erzählt.  

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4 Gedanken zu „[Review] Kleypas, Lisa – It Happened One Autumn (Wallflower Serie #2)

  1. Mensch, wenn ich deine Rezensionen lese würde ich gerne die ersten drei Romane der Reihe, den letzten habe ich mir geschenkt, noch einmal lesen. Sie haben von mir eigentlich ganz gute Bewertungen bekommen, aber ich weiß halt noch, dass ich bei einem Band gar keine Lust mehr hatte ihn zu Ende zu lesen (ich glaub es war der letzte den ich gelesen habe, also der dritte, obwohl ich ihn nach meiner Erinnerung am Besten fand. oO). Mich würde jetzt wirklich interessieren, wie ich die Geschichten jetzt finden würde… Meiner Meinung nach sind die Hathaways sowieso besser. *g*Sprachlich kann ich mich an Kleypas gar nicht mehr erinnern, ich hab's verstanden, dass hat mir gereicht. XD

  2. Oh, auch so schlecht!!! In Sachen Kleypas scheinen wir ja geschmacklich weit auseinander zu liegen – ich fand die Geschichte von Lilian und Westcliff toll! Aber auf mich wirkt der Erzählstil auch gar nicht trocken und emotionslos; komisch, dass dir der so wenig zusagt.

  3. @Lucina:Den dritten fand ich persönlich auch am Gelungensten. Aber insgesamt konnte mich die Reihe nicht vollkommen überzeugen. Die Rezi zum dritten gibts übrigens morgen und zum vierten am Freitag. :-)@ Irina:Also ich hab mich von der sprachlichen Seite her nicht gut aufgehoben gefühlt. Das macht für mich viel aus. Aber es gibt Bücher, das wirst du in nächster Zeit ja nahverfolgen können, die noch wesentlich schlechter abschneiden. Die Rezi zu meinem persönlichen Favoriten der Reihe folgt morgen. Mochte die Geschichte von Evie und St. Vincent am meisten. Aber ist ja Geschmackssache. Wäre übrigens auch schlimm, wenn wir immer einer Meinung wären. Dann gäbe es ja nix mehr zum Ausprobieren für uns. 😉

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