Midnighters vs. Uglies

Einigen von euch ist sicherlich meine Bewertung zu „Uglies“ in den letzten Tagen über den Weg gelaufen, in der ich einmal frei davon schwärmte, dass dies nicht das erste Buch des Autors Scott Westerfeld sei, was ich bisher gelesen habe und von dem nicht nur überzeugt bin, sondern auch fasziniert. Das erste und einzige Buch vor „Uglies“ war der erste Band zu der von besagtem Autor ebenfalls wohl geschätzten, aber hier zu Lande wohl eher weniger bekannten „Midnighters“-Reihe. Gern hätte ich natürlich schon die anderen Bände der „Midnighters“-Reihe gelesen, allerdings sind diese im Buchhandel schwerer zu ergattern als die komplette „Uglies“-Reihe und das, obwohl diese ebenfalls komplett in Deutsch erschienen ist. Traurig, kann ich dazu nur sagen, denn es lohnt sich wirklich diese zu lesen. 

 

 

Aber hier erst einmal der Klapptext zu „Midnighters 1: Die Erwählten“

Seltsame Dinge passieren um Mitternacht in Bixby, Oklahoma. Die Zeit bleibt stehen und alles erstarrt, eine Stunde lang. Nur die Midnighter, vier Jugendliche mit besonderen Fähigkeiten, wissen davon und können sich frei bewegen – immer auf der Hut vor den finsteren Kreaturen, die die blaue Stunde beherrschen. Doch dann taucht Jessica an der Highschool auf. Auch sie kann die Midnight erleben, aber irgendetwas an ihr reizt die Darklinge bis aufs Blut. Ein gefährlicher Kampf beginnt.

Ich weiß, im ersten Moment klingt die Story sogar noch fantastischer als die von „Uglies“, aber Scott Westerfeld findet auch hier für seine Charaktere einen Background, der überzeugt und die gesamte Schemata mit logischen Schlussfolgerungen – in diesem Sinne genetischen, geburtszeitlichen und mathematischen sowie geographischen Grundlagen – unterstreicht. Ein interessantes Spektrum, was ich persönlich, dadurch, dass ich nur den ersten Band kenne, bisher nur auszugsweise kenne und mich über die angedeuteten Hintergründe gedanklich daran festeifere. Auch gibt es hier natürlich wieder leicht versteckte gesellschaftskritische Äußerungen, die allerdings im Gegenzug zu „Uglies“ nicht gänzlich so auffällig platziert sind. Hier spielt mehr – neben den genannten verschiedenen wissenschaftlichen Aspekten – die Zeit eine prägnante Rolle. Denn was würden wir tun, wenn wir die Möglichkeit besäßen am Tag eine Stunde dazuzugewinnen? Wie würden wir die gewonnene Zeit nutzen? Würden wir sie ebenso verschwenden, wie den Rest des Tages oder würden wir in dieser Zeit etwas ganz Besonderes machen, etwas wie z.B. Abenteuer erleben – ähnlich gelagert den Charakteren in „Midnighters“, nur nicht gänzlich so fantastisch? Ein Aspekt, über den wir uns eigentlich überhaupt keine Gedanken machen: Zeit. 

Zwar kenne ich bisher von beiden Reihen nur den ersten Band, bin aber – insbesondere momentan bei „Uglies“ dank der Dystopien-Challenge von Caro – drauf und dran beide Reihen zu vervollständigen. Bei „Uglies“ wird dies aus vorgenanntem Grund und der Tatsache, dass alle Bücher der Reihe bereits auf meinem SuB lauern, recht bald realisiert werden, allerdings besteht bei „Midnighters“ das Problem, dass ich bisher die anderen beiden Bände nicht auf meinem SuB habe! 

Aus der heutigen Perspektive muss ich leider gestehen, dass ich mich nach dem Lesen von „Midnighters“ zwar riesig auf „Uglies“ freute, allerdings war ich relativ unentschlossen „Uglies“ zu lesen, da ich „Midnighters“ seinerzeit auf Deutsch gelesen habe (Alle Bände der Reihe wurden übersetzt und sind angeblich käuflich zu erwerben, nur leider habe ich sie trotz des großen Verlagshauses Carlsen, welches ebenfalls diese Reihe dankenswerter Weise zu uns brachte, nirgendwo in einem Buchladen – nach mehrmaligen Suchen! – nicht erwerben können) und die „Uglies“-Reihe in Englisch darauf lauerte gelesen zu werden. Problem war hierbei, dass ich fürchtete, möglicherweise Verständigungsprobleme zu haben, da in „Midnighters“ häufig – dank einem Multigenie als Charakter – häufig mathematische Begrifflichkeiten in Verbindung mit geographischen Besonderheiten erwähnt worden und da ich Geographie immer gehasst habe, denke ich, ist dies nur allzu verständlich. 

Aber letztendlich bin ich sehr froh, dass ich nun doch mit „Uglies““begonnen habe und bin nach wie vor von der Gestaltung, Kreativität, Umsetzung und Hintergründigkeit der Geschichte fasziniert. Ein Punkt, der bisher im ersten Band der Reihe – im Vergleich zu beiden Serien – bei „Uglies“ wesentlich prägnanter und besser ausgearbeitet ist. 

Letzten Endes jedoch kann ich jedem, der daran interessiert ist, nur beide Reihen empfehlen – jedenfalls soweit ich diese bisher kennengelernt habe. Und sollte jemand eine Bewertung zu „Midnighters“ suchen, wird er dies vergeblich tun, da ich das Buch bereits vor meiner Bloggerzeit gelesen habe. Aber vielleicht werde ich demnächst einmal einen Re-Read vornehmen und dann von meiner zweiten Erfahrung mit „Midngihters 1: Die Erwählten“ berichten. 😉

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4 Gedanken zu „Midnighters vs. Uglies

  1. Oh Mensch, jetzt gibt es bei dir mal keine Neuzugänge und dann so was *lach* die Midnighters Reihe hab ich mir auch gleich mal notiert. Sie hört sich ja sehr vielversprechend und interessant an!mh, und bei Amazon (sogar bei TBD und günstiger) sind die Bücher (die Deutschen) doch gelistet 😉

  2. @ Pia: Weil ich sie im normalen Buchhandel – also in einer Buchhandlung – bisher nicht gesehen habe, egal wie sehr ich gesucht habe. So kann man aber keine Bücher entsprechend gut vermarkten. Obwohl ich ja auch darauf spekuliere, dass der Markt seinerzeit zum Erscheinen der Reihe (Midnighters) noch nicht so auf Scott Westerfeld ausgelegt war und die Bücher daher irgendwie "untergegangen" sind. -.- @ Melanie: Ja, online sind sie zu haben, aber im normalen Buchladen nicht. Da konnte ich mich bisher tot suchen. Wenn es sie nämlich so gegeben hätte, hätte ich sie mir auf jeden Fall schon gekauft. Aber jedes Mal online bestellen und liefern lassen, bringt mich in Teufels Küche. Meine Moms Kollegin und die Hermes-Botin werfen mir schön böse Blicke zu und wenn ich Bücher so kaufe, kann ich sie wenigstens an allen vorbeischmuggeln. Aber psssst. Oder muss doch auf eBooks umsteigen, da fällt die Büchershopping-Aktion weniger auffällig aus. 😉

  3. Hi,dass Irgendwo eine Zeit lang nicht mehr verfügbar war, lag daran, dass ich mein Googlemailkonto gelöscht hatte und da Blogspot zu Google gehört und mit dem E-Mail-Account verknüpft war, habe ich Irgendwo gleich mitgelöscht (ausversehen). Danach konnte ich Irgendwo zwar wieder ergattern, nach dem Ausfüllen eines Formulars, jedoch kam dann Unlust dort weiterzubloggen auf und deswegen wurde Irgendwo in kurzer Zeit zur Grabstätte. Jetzt bin ich aber im neuen Gewand und mit fast selber Adresse wieder da und auch einigermaßen zufriedener. :)Dein Bericht zu den beiden Büchern von Scott Westerfeld hört sich interessant an! „Ugly“ hat sich eine Freundin von mir ausgeliehen (noch bevor ich es lesen konnte) und sie hat es immernoch. Muss sie wohl demnächst darauf ansprechen, denn jetzt bin ich schon ein wenig neugierig auf das Buch geworden…Ganz liebe Grüße!

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