[Review] Kearney, Susan – Die Geliebte des Zeitreisenden (Pendragon #1)

Taschenbuch

Originaltitel: Lucan. The Pendragon Legacy

Erschienen: 2011

Sprache: Deutsch

Seiten: 388

Verlag: Piper

ISBN: 978-3-492-26765-6

Preis: 9,95 €

Altersempfehlung: ab 16 Jahren 

 

Über die Autorin:

Susan Kearney schreibt prickelnde Romanzen mit futuristischem Setting. Sie hält sich an die alte Regel, von dem zu erzählen, was man kennt – deshalb schreibt sie über die Zukunft. Und als Taucherin, Expertin in Kampfkunst, Seglerin, Eiskunftläuferin, Immobilienmaklerin, ehemalige Besitzerin eines Tauschgeschäfts, eines Fitnessstudios für Frauen sowie eines Friseursalons, hat sie genug Romanstoffe für den Rest ihres Lebens gesammelt.

Klapptext:

Mithilfe einer rätselhaften Sternkarte reist der Archäologe Lucan in geheimer Mission nach Avalon in die Galaxie Pendragon. Dort vermutet er den Heiligen Gral, der die Menschheit vor dem Aussterben bewahren soll. Doch schnell beansprucht auch ein anderes Objekt der Begierde seine Aufmerksamkeit: die verführerische Lady Cael, die Hohepriesterin des Planeten. Zwischen Cael und Lucan beginnen die Funken zu sprühen, während die Mission immer gefährlicher wird. Bald ist die begehrenswerte Hohepriesterin nicht mehr Lucans einzige Herausforderung. Denn auch andere Mächte beanspruchen den Gral für sich, und sie schrecken selbst vor Mord nicht zurück… 

Meinung:

Ein Zitat von Emily Dickinson besagt, dass uns kein Schiff besser in ferne Länder trägt als ein Buch. Doch Susan Kearney beweist mit dem ersten Band der Pendragon-Trilogie, dass sie ihre Leser nicht nur in ein fernes Land entführen kann, sondern gleich noch in eine ferne Galaxie. 

Auf eine unglaublich erfrischende Weise mischt die Autorin Science-Fiction-, Fantasy- und Liebesroman auf so überzeugende Art, dass man als Leser das Gefühl hat, ein Teil der Geschichte zu sein. Gleichzeitig führt die Autorin noch mythologische Aspekte alter um Camelot, Avalon und König Arthur rankender Legenden in kleinen Häppchen mit in die Geschichte ein, sodass man gleichzeitig das Gefühl hat, in einer abstrakten, aber dennoch nachvollziehbar überzeugenden Welt gelandet zu sein, die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft harmonisch miteinander mixt. Abwechselnd und mit unterschiedlichen Aspekten gespickt, erzählt Frau Kearney die Geschichte der beiden Protagonisten jeweils abwechselnd aus deren Perspektive. Man bekommt jeweils einen Einblick dahingehend, wie die zukunftsorientierte Version der Erde sich im Kopf der Autorin manifestiert hat und wie das Leben auf Pendragon für Cael und ihr Volk ist. 

Leider steht der gelungenen Gesamtumsetzung der Grundidee und der Handlung an sich das Charakterdesign gegenüber, welches nicht in ganz so strahlendem Licht erscheint wie das Grundkonzept. Zwar sind Lucan und Cael sowie auch Rion, Merlin und einige andere Charaktere sehr sympathisch und nachvollziehbar umgesetzt, dennoch wirkten sie etwas flach und nicht ganz so gut ausgearbeitet wie die Handlungsumsetzung, die ich persönlich nahezu vergöttere. Dennoch kann ich über den Makel aufgrund meiner persönlichen Leidenschaft für die Legenden um Camelot, Avalon und König Arthur sowie der – wie bereits nun mehrfach ausgeführt – gelungenen Umsetzung der Geschichte wirklich drüber hinwegsehen. 

Allerdings gibt es neben dem Charakterdesign noch eine Sache, die mich wirklich leicht verstört, und das ist der deutsche Titel der Reihe bzw. ein Wort im Titel. Jeweils in jedem Titel der drei Bände der Reihe findet sich das Wort ‚Zeitreisender‘, was eigentlich korrekterweise nicht stimmig mit der Handlung ist, denn keiner der Charaktere reist durch die Zeit, sondern eher durch die Galaxie. Und jedes Protagonistenpaar sogar auf seine ganz eigene Art und Weise. Da kommt wirklich leicht die Frage auf, wie der liebe Übersetzer gerade auf die Bezeichnung ‚Zeitreisender‘ gekommen ist. 

Genauso wenig gelungen wie die deutsche Betitelung finde ich allerdings das Cover bzw. das Covermodel. Irgendwie sieht das Mädel etwas zu magersüchtig und/oder gephotoshopt aus. Die Knochen stehen zu weit hervor und lassen sie unattraktiv und kränklich/schwach wirken. Wirklich keine gelungene Wahl. Dürfte insbesondere bei jüngeren Mädchen ein falsches Idealbild entstehen lassen. 

Und noch ein Punkt, der unbedingt ein klein wenig Beachtung finden sollte, auch wenn ich weiß, dass einige wahrscheinlich gleich kreischend an die Decke gehen oder mich für prüde halten werden, aber aufgrund diverser Sex- und Gewaltszenen vertrete ich hier die Auffassung, hier eine Altersempfehlung ab 16 Jahre auszusprechen. 

„Die Geliebte des Zeitreisenden“ ist aber dennoch ein wirklich gelungener Auftakt zu einer wirklich spannendenden und faszinierenden Trilogie, die wirklich lesenswert ist. 

 

 

Bewertung:

Gelungener Auftakt zu einer Trilogie mit einer Mischung aus Mythologie, Science-Fiction, Fantasy und Lovestory, die nicht harmonischer sein könnte. 

Infos zur Reihe:

  1. Die Geliebte des Zeitreisenden (bereits erschienen)
  2. Der Bann des Zeitreisenden (bereits erschienen)
  3. Der Kuss des Zeitreisenden (bereits erschienen)
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2 Gedanken zu „[Review] Kearney, Susan – Die Geliebte des Zeitreisenden (Pendragon #1)

  1. Oh, das klingt aber interessant!! Deine Rezi gefällt mir ausgesprochen gut! Schön mit dem Bezug auf das Zitat zu Beginn :)Das Buch muss ich mir auf meinen SUB packen!

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