[Review] Hertz, Anne – Wunderkerzen

Taschenbuch

Sprache: Deutsch

Erschienen: 2006

Originaltitel: –

Seiten: 349

Verlag: Weltbild Taschenbuchverlag

ISBN: 978-3-86800-390-1

Preis: ca. 5,00 €

Altersempfehlung: ab 14 Jahren

Über die Autorin:

Anne Hertz ist das Pseudonym der Hamburger Autorinnen Frauke Scheunemann und Wiebke Lorenz, die nicht nur gemeinsam schreiben, sondern als Schwestern auch einen Großteil ihres Lebens miteinander verbringen. Bevor Anne Hertz 2006 in Hamburg zur Welt kam, wurde sie 1969 und 1972 in Düsseldorf geboren. 50 % von ihr studierten Jura, während die andere Hälfte sich der Anglistik widmete. Anschließend arbeiteten 100 % als Journalistin. Anne Hertz hat im Schnitt 1,5 Kinder und mindestens 0,5 Männer. Sie lebt in einem großen Haus mit allen Menschen, die ihr wichtig sind. 

Klapptext (Buchrückseite):

„Es ist höchste Zeit, dass ich mein Leben wieder in geregelte Bahnen lenke. Na gut, streichen wir ehrlicherweise das ‚wieder‘.“

Tessa, die chaotische Idealistin, und Philipp, der smarte Karrieretyp, haben nichts gemeinsam – außer ihrer Vergangenheit: Die beiden waren male in Paar. Doch das ist lange her. Und wenn es nach Tessa ginge, würde es auch dabei bleiben. Dann aber sprengt sie versehentlich ihr Wohnhaus in die Luft. Jetzt gibt es nur einen, der ihr helfen kann: der beste Strafverteidiger der Stadt. Dummerweise ist das Philip. Und der bleibt nicht ihr einziges Problem… 

Meinung:

Vorsicht, bringt alle eure Wunderkerzen in Sicherheit! Explosionsgefahr!!! Mit „Wunderkerzen“ schafft das unter dem Pseudonym schreibende Autoren-Duo Anne Hertz es wieder einmal ihre Leserschaft mit humorvollen Szenerien/Dialogen und einer hochexplosiven Story in den Bann zu ziehen. 

In ihrer typischen Art, eine Geschichte aus dem normalen Leben in einer humorvollen Story umsetzen, gelingt es den beiden Autorinnen erneut mich positiv überrascht zurückzulassen. Es hat mir wieder einmal sehr viel Spaß gemacht, der hier beschriebenen Story als Leser zu folgen. Denn auch diese Geschichte bietet eine leichte Erzählung, der man schnell folgen kann. Allerdings schreibt das Autorinnen-Duo mehr Unterhaltslektüre aus dem alltäglichen Leben, ohne besondere erzählerische Besonderheiten, die leider aus der breiten Masse nicht heraussticht, dafür allerdings mit Erfindungsreichtum. Denn wer hätte gedacht, dass eine einzige Wunderkerze dafür sorgen kann, dass sich deswegen ein einzelnes Leben in eine ganz andere Bahn lenkt? 

Tessa, die Protagonistin der Geschichte und eine nicht gerade erfolgreiche Anwältin, aus deren Perspektive in der Ich-Form die Erzählung geschildert wird, hätte damit sicherlich nicht gerechnet, zumal sie ja mit dieser Wunderkerze nur ihren Nachbarn Jo aufheitern wollte, der wieder einmal von einer seiner Freundinnen verlassen wurde. Und was bekommt sie stattdessen? Das Haus, in dem sie ihre Kanzlei und Wohnung hatte, fliegt ihr um die Ohren, Jo wird verhaftet und Tessa muss sich nicht nur mit einem verboten attraktiven Polizeibeamten herumschlagen, der sie ständig neckt, sondern auch noch mit ihrem Ex Philip, einem erfolgreichen Anwalt. Da ist Chaos doch schon vorprogrammiert… 

Die Umsetzung der Geschichte hat mich als Leser zwar nicht vom Hocker gehauen, dennoch war ich so gefesselt, dass ich jede Minute mit Tessa mitgefiebert habe, auch wenn schnell klar war, warum das Haus in die Luft geflogen ist und wer dafür verantwortlich war. Denn das war einfach zu leicht zu durchschauen. Auch fand ich es übertrieben, dass Tessa auf einmal sozusagen zu einer Staranwältin mutiert ist und damit deutschlandweit (teilweise sogar international) Erfolg hat. Das war zu unrealistisch, um es als realitätsnah bezeichnen zu können. Auch die Dreiecksbeziehung zwischen Tessa, Philip und Andreas war ein Punkt, den ich mit kritischen Augen beliebäugelt habe. Natürlich kommt so etwas im wirklichen Leben auch einmal vor, besonders dann, wenn man unbewusst emotional noch nicht mit seinem Ex abgeschlossen hat. Denn dies war auch genau der Punkt, der Tessa hat immer wieder leicht zu Philip zurückrudern lassen, ohne einmal einen Blick nach vorn geworfen zu haben. Aber besonders liebevoll fand ich persönlich die Neckereien zwischen Andreas und Tessa, die mir als Leser ein freches Grinsen ins Gesicht gezaubert haben. Es hat einfach Spaß gemacht, mitzuerleben, wie die beiden sich immer näher kamen, ohne, dass es den beiden eigentlich wirklich bewusst gewesen ist.

Auch die Charaktergestaltung empfand ich hier als wesentlich besser durchdacht und umgesetzt, jedenfalls wirkten sie dieses Mal nicht gänzlich so oberflächlich wie in „Glückskekse“. Tessa, Andreas und die vielen anderen liebevollen Charaktere, die hier ihren Auftritt hatten, waren allesamt sympathisch und haben zum Gelingen der Geschichte ihren Beitrag geleistet. 

Bewertung:

„Wunderkerzen“ von Anne Hertz bietet nicht nur liebevolle Charaktere, eine Dreiecksbeziehung, eine hochexplosive Story, die das Leben der Protagonistin aus ihrer geregelten Bahn wirft, sondern auch insgesamt gesehen eine unterhaltungsreiche Story.

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