[Review] Amber, Elizabeth – Der Kuss des Satyrs

Taschenbuch

Erschienen: 2009

Sprache: Deutsch

Originaltitel: Nicholas: The Lords of Satyr

Seiten: 411

Verlag: Knaur

ISBN: 978-3-426-50153-5

Preis: 7,99 €

Altersempfehlung: ab 18 Jahren

 

 

Über die Autorin:

Elizabeth Amber ist das Pseudonym einer erfolgreichen amerikanischen Autorin, die mit „Der Kuss des Satyrs“ ihren ersten Romantic-Fantasy-Roman geschrieben hat. Elizabeth Amber lebt mit ihrem Ehemann und zwei Katzen in der Nähe von Seattle.

 

 

Klapptext (Buchrückseite):

Die Toskana im 19. Jahrhundert. Für Jane sollte ein Traum in Erfüllung gehen, als der attraktive Nicolas sie heiratet. Doch Jane ist eine junge, unkonventionelle Frau, die nicht bereit ist, sich ihrem Gemahl brav unterzuordnen. Sie ahnt nicht, dass Nicolas ein Geheimnis hat: Einmal im Monat, wenn der Vollmond am Himmel steht, verwandelt er sich in einen Satyr, jenen mythischen Naturgeist, der nur für die Leidenschaft lebt…

 

 

Meinung:

Was lange währt, wird gut. Aber so lange, wie ich auch mit meiner Bewertung zu „Der Kuss des Satyrs“, dem ersten Band der Satyr-Reihe, von Elizabeth Amber zuwarte, wird das Buch bzw. die dahinterstehende Story nicht gut bzw. besser – und auch meine Meinung dazu wird nicht besser. Das Einzige, was höchstens besser wird, sind die Worte mit denen ich meine Meinung kundtue (oder auch nicht). 😉

Zuerst einmal möchte ich darauf hinweisen, dass es sich bei dem hier vorliegenden Werk nicht um einen Fantasyroman handelt, sondern um einen Erotikroman, der sich fantastischer Elemente bedient. Aufgrund dieser Tatsache kann ich nur mit meinem Gewissen vereinbaren, hier eine Altersempfehlung ab 18 Jahren auszusprechen – und das mit dem Hinweis, dass dieser hier vorliegende erste Band der Reihe noch „der Harmlosere“ der drei „seelischen Grausamkeiten“ darstellt. Nicht nur die Tatsache, dass es sich hier um einen Erotikroman, der nahezu schon einen Porno in Buchform darstellt, handelt, nein, auch die fast nonexistente Handlung sowie diverse Neigungen bzw. körperliche Eigenschaften der Protagonisten (oder auch von Nebencharakteren), auf die ich hier nicht näher eingehen möchte, haben mich zu der ab 18-Einstellung getrieben.

Wie ich bereits erwähnt habe, ist eine Handlung nahezu nicht existent, weswegen ich in diesem Sinne auch darauf verzichtet habe, eine nähere Inhaltsangabe wiederzugeben. Ich hoffe, ihr habt Verständnis dafür. 

Genauso hoffe ich, habt ihr Verständnis dafür, dass ich aus Gründen des Jugendschutzes auch zur Unterstreichung diverser Tatsachen auf eine Anführung von Zitate verzichte. Ich versuche meinen Blog relativ jugendfrei zu halten, weswegen ich denke, dass der ein oder andere sicherlich dafür Verständnis haben wird, wenn ich keine Zitatausführungen zur Unterstreichung meiner Meinung anführe. An dieser Stelle: vielen Dank im Voraus!

Da dies mein erster Erotikroman war, den ich gelesen habe, kann ich sprachlich gesehen zu anderen Autoren leider keinen Vergleich ziehen. Doch ehrlich gesagt, hat mich die von der Autorin gewählte Sprache nicht gerade in Begeisterungsstürme versetzt, zumal nicht nur die Szenerien (ob matratzensporttechnisch oder ausnahmsweise auch nicht), sondern auch die geführten Dialoge zwischen den einzelnen Charakteren sehr schwach ausgearbeitet waren und so ziemlich gleich ins graue Nirvana meiner Gedankenwelt verschwunden sind. Auch fand ich, waren die dargestellten Liebesszenen nicht sehr überzeugend und man konnte als Leser weder ein Prickeln noch ein Knistern oder auch nur ein Knautschen vernehmen. Es war einfach langgestreckt, langweilig und teilweise ziemlich … „öde“. 

Also, was könnt ihr von der Handlung erwarten? Kurze Antwort: Sex, Sex und noch mehr Sex. Zudem könnt ihr einen großen, gut gebauten, notgeilen männlichen Protagonisten mit sehr ausgeprägten körperlichen Eigenschaften (die bei Vollmond übrigens noch ausgeprägter sind), der einfach auf Befehl bereit ist, eine der Halbfeentöchter des Feenkönigs zu heiraten, was jede Frau ja schon soooo romantisch findet (*würg*), erwarten. Dann könnt ihr eine weibliche Protagonistin erwarten, die jungfräulich ist und später mehr als nur bereit ist, sämtlichen Neigungen ihres Mannes nachzugeben und mit seinen Brüdern ebenfalls ein Be… äh… eine Steinplatte zu teilen, und ebenfalls ein paar besondere körperliche Merkmale hat (Flügel). Dann eine bisexuelle böse Tante, die von magischen Piercings in ihren Brustwarzen dazu verleitet wird, noch mehr böses zu tun, und eine Inzestbeziehung zu ihrem Bruder führt und versucht, den Ehemann ihrer Nichte zu verführen, damit dieser sie schwängert (Puh, wie kommt man denn auf sowas?). Eigentlich eine ziemlich schwachsinnige Handlung, die so leider nicht auf der Buchrückseite angepriesen wird. Schade eigentlich, denn dann hätte ich auf jeden Fall gewusst, dass ich das Buch lieber nicht lesen möchte und hätte es dementsprechend auch nicht gekauft. Angepriesen wurde auf der Buchrückseite übrigens auch nicht, dass es sich hier um einen Erotikroman handelt, was ich im Übrigen nicht häufig genug erwähnen kann.

Auch sind hier die anscheinend der Geschichte zu Grunde liegenden mythischen Grundlagen einfach zu kurz gewesen bzw. überhaupt nicht richtig mit in die Geschichte eingeflossen oder überhaupt dargestellt worden. Es wird nicht einmal durch die Autorin der Ansatz genommen, dem Leser darzustellen, um was es sich eigentlich hier bei dem verwendeten Fabelwesen genau handelt. Dies wäre zum Beispiel schon einmal angebracht gewesen, damit man der weiblichen Protagonistin hätte erläutern können, mit was sie denn nun genau verheiratet ist und welche Konsequenzen das mit sich zieht. Aber hier zieht die Autorin nicht einmal ansatzweise in Betracht, ihren männlichen Protagonisten sich sein Wesen erklären zu lassen, damit man nicht nur für den Leser eine gewisse Tiefe in die Geschichte mit einbringt, sondern auch zum Verständnis der weiblichen Protagonistin, die allerdings komplett außen vor gelassen wird und sehen muss, wie sie mit der plötzlich auf sie hereinbrechenden Mythenwelt konfrontiert ist.

So blass, oberflächlich und nahezu nonexistent, wie die Handlung, kamen auch die Charaktere daher. Weder Nicholas noch Jane haben bei mir einen bleibenden noch sympathischen Eindruck hinterlassen. Sie wirkten leb-, lieb- und seelenlos. Sie wirkten einfach nur wie ein Instrument, um die Geschichte ihrer Erschafferin/Autorin umzusetzen, ohne dabei auch nur den Hauch von Leben in sich zu tragen.

Ich kann an diesem Buch – so wie auch an seinen Nachfolgern – einfach kein gutes Haar lassen, denn jetzt fällt mir noch ein letzter Punkt ein, den ich kritisieren kann und den wir hier schon einmal zur Diskussion hatten. Nämlich das Cover. Eine der Grausamkeiten, die man einem Leser und Coverfan einfach nicht antun sollte. Dem Mann hätte man ruhig eine schöne knackige Jeans anziehen können, denn der Arschansatz wirkt alles andere als ästhetisch, und das Tattoo (sollte es denn eines darstellen) wirkt gänzlich deplatziert.

Zum Schluss noch eine Frage: Ist euch schon einmal aufgefallen, dass der Name des männlichen Protagonisten auf dem Klapptext bzw. der Buchrückseite Nicolas lautet und dieser aber im Originaltitel und auch im gesamten Buch Nicholas, also mit einem H nach dem C, geschrieben wird?

 

 

Bewertung:

Solltet ihr ein erotisches Buch mit sympathischen Protagonisten und wenigstens dem Ansatz einer Handlung lesen wollen, seid ihr mit „Der Kuss des Satyrs“ schlecht bedient und lasst am besten die Finger von dem Buch. Ansonsten genügt, glaube ich, auch ein Blick auf das Cover, um schreiend das Weite zu suchen. 😉

 

Infos zur Reihe:

  1. Der Kuss des Satyrs (bereits erschienen)
  2. Die Nacht des Satyrs (bereits erschienen)
  3. Die Braut des Satyrs (bereits erschienen)
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6 Gedanken zu „[Review] Amber, Elizabeth – Der Kuss des Satyrs

  1. Mach Dir keinen Kopf, Du bist nicht allein! Es ist zwar bei mir schon etwas länger her, seit ich das Buch gelesen habe, aber es ist mir in keiner guten Erinnerung geblieben. Was für ein Schwachsinn!! Und trotzdem soll die Serie unheimlich viele Fans haben. Kann ich wirklich nicht verstehen.Ich würde morgen noch schreiben, müsste ich alles aufzählen, was mir hier nicht gefallen hat. Ich tus aber nicht, keine Sorge *g*

  2. Du meine Güte, das klingt ja schauderhaft! Passt aber zum Cover, denn das ist wirklich auch ganz furchtbar. Und du hast dir das wirklich angetan und auch noch die nächsten zwei Bücher gelesen? Sag mal, weißt du eigentlich wer hinter dem Pseudonym steckt? Wer ist denn diese mysteriöse erfolgreiche amerikanische Autorin?

  3. @ Soleil: Mir hatt es sogar vor der Rezi gegraut, weswegen ich das Ganze dann auch mal frech wie ich bin um einige Wochen nach hinten geschoben habe… -.-Ich verstehe auch nicht, warum die so viele Fans hat bzw. die Serie so beliebt. Dabei ist der erste Band ja noch … äh… harmloser als die anderen beiden. *bibber an den Gedanken an Band 2*@ evi: Ja, habe auch die anderen beiden gelesen, was ich zutiefst bedaure. Aber ich mag nunmal keine ungelesenen Bücher in meinem Regal. Denn dort landen nur gelesene Bücher. ^^ Band 2 und 3 sind sogar noch schlimmer und teilweise ziemlich abartig. *würg*Nein, ich weiß nicht wer hinter dem Pseudonym steckt. Du??

  4. Auf mich will ja keiner hören! :DIch glaub, ich sagte es schon mal: Die Serie wird entweder geliebt oder gehasst. Es gibt gerade bei den Amis viele echt miese Rezensionen, z.B. bei Dear Author.Ich find aber nach wie vor unfassbar, dass du dir Bände 2 und 3 auch noch angetan hast, animasoul!

  5. Lol. Ich hätte ja auf die gehört, wenn die Bücher nicht schon seit geraumer Zeit auf meinem SuB rumgegammelt wären. Ich fass es im Übrigen auch nicht, dass ich mir alle drei angetan habe. Ich sitze gerade an den Rezis zu Band 2 und 3. Und es will einfach nicht besser werden. T.T

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