[Review] Cole, Kresley – Tanz des Verlangens

Taschenbuch

Sprache: Deutsch

Originaltitel: Dark Needs at Night’s Edge

Erschienen: 2010

Seiten: 406

Verlag: Lyx

ISBN: 978-3-8025-8318-6

Preis: 9,95 €

Altersempfehlung: ab 16 Jahren

 

 

Über die Autorin:

Kresley Cole veröffentlichte im Jahr 2003 ihren ersten Roman, nach einer Karriere als Athletin und Trainerin. Seither ist sie eine der erfolgreichsten Autorinnen historischer und fantastischer Liebesromane. Kresley Cole lebt und schreibt in Florida.

 

 

Klapptext:

Einst wurde Conrad Wroth gegen seinen Willen zum Vampir gewandelt, zu einer der Kreaturen, die er immer bekämpft hatte. Gebrochen und verzweifelt, verfiel er der Blutlust und dem Wahnsinn. Um ihn davor zu bewahren, noch mehr Schaden anzurichten, wird der Vampirkrieger von seinen Brüdern in einem einsamen Landhaus eingekerkert und mit magischen Ketten gefesselt. Als ihm dort eine geisterhafte Frau begegnet, hält er sie zunächst für eine Wahnvorstellung. Doch die verführerische Néomi ist real. Seit 80 Jahren ist sie dazu verdammt, als Geist zwischen den Welten zu verharren. Einst war sie eine berühmte Ballettänzerin in New Orleans. Aber dann wurde sie von ihrem Verlobten getötet und muss seitdem ihre Ermordung immer und immer wieder durchleben. Conrad ist der Erste in all dieser Zeit, der sie sehen kann. Néomis verführerische Erscheinung treibt ihn erneut an den Rand des Wahnsinns, und er entbrennt in wilder Leidenschaft zu der schönen Tänzerin. Obwohl sie durch Welten getrennt sind, ist Conrad entschlossen, sie für sich zu gewinnen.

 

 

Inhalt:

Néomi war in den zwanziger Jahren eine berühmte Ballettänzerin, die von ihrem Ex-Verlobten Louis aus Gehässigkeit und Wut bei der Einweihungsfeier ihres Anwesens Elancourt ermordet worden war. Da sie so sehr am Leben gehangen hat und gegen den Tod in ihren letzten Minuten ankämpfte, ist sie dazu verdammt als Geist durch ihr geliebtes Haus und Anwesen zu geistern. Einzige Freude bereitet ihr hier die tägliche Zeitung, wenn sie denn mal auf dem Grundstück landet, oder neue Mieter, wenn es denn welche gäbe. Eines Tages taucht ein gutaussehender Mann auf und mietet Elancourt. Am nächsten Tag steht genau dieser Mann wieder vor der Tür, zusammen mit zwei einen anderen bringt er einen gefesselten und verwirrt wirkenden Mann in ihr Haus, welches nach Einzug der vier Männer sehr in Mitleidenschaft gezogen wird. Aber da anscheinend keiner – bis auf eben dieser gefesselte und verwirrt dreinblickende Mann – Néomi wahrzunehmen scheint, entschließt sie sich die Situation zu beobachten und notfalls mit geballter Geisterpower einzuschreiten.

Conrad ist sauer, und wenn man bedenkt, dass er diese Wut seit mehr als 300 Jahren mit sich rumträgt würde ich sagen, er ist verdammt sauer. Seine Wut beschränkt sich auf seine beiden ältesten Brüder, die ihn entgegen seines Willens in einen Vampir gewandelt haben. Das Schlimmste, was es auf der Erde für ihn geben kann, da er bereits zu Lebzeiten für eine Geheimorganisation gearbeitet hat, deren Aufgabe es war genau diese blutsaugenden Individiuen von diesem Planeten zu verbannen. Deswegen hat er sich dazu entschlossen, seine Brüder – allesamt, auch den ebenfalls wider Willen gewandelten Sebastian – zu töten und dann sich selbst zu richten. Allerdings gibt es da ein Problem, wessen er sich zwar bewusst ist, es aber nicht als Schwäche ansieht: Conrad ist in den Jahren seiner Existenz der Blutgier verfallen und wahnsinnig geworden, da er durch die verschiedenen Erinnerungsfragmente seiner Opfer zwischen Realität und Wahn nicht mehr unterscheiden kann. Doch alles läuft anders als geplant; statt seine Brüder zu töten, fällt er ihnen in die Hände und ihre Pläne, ihn von seinem Wahnsinn zu befreien, stoßen seitens Conrads nicht gerade auf Gegenliebe.

Während der ersten Tage auf Elancourt erinnert er sich regelmäßig an den Anblick einer jungen Frau mit schwarzen, wallendem Haar und auffällig blauen Augen. Leider ist er sich unsicher, ob es sich hierbei tatsächlich um einen Geist oder um eine Wahnvorstellung handelt. Doch nach und nach registriert er immer mehr einen angenehmen Rosenduft, der von eben diesem Geist stammen könnte. Nach einer Weile gelingt es Conrad auch, sie zu sehen und die beiden freunden sich quasi an. Doch womit weder Conrad noch Néomi rechnen, ist die Anziehungskraft die sie beide aufeinander haben.

Als Conrad nach einem unglücklichen Umstand aus Wut auf Néomi – während der Abwesenheit seiner Brüder – aus dem Staub macht, kann er sie nicht vergessen und ist nahezu wie besessen von ihr. Auch Néomi kann Conrad nicht vergessen und versucht verzweifelt wieder einen menschlichen Körper zu bekommen. Hierzu geht sie einen Pakt mit einer Hexe ein, die ihr allerdings offenbart, dass diese Hülle nicht allzu lange währen wird und sie eines gewaltsamen Todes sterben und zudem auch noch, sollte jemand hinter das Geheimnis ihres geisterlosen Auftretens kommen, Néomi ebenfalls sterben muss.

Während einer Versammlung der Mythenwelt begegnen sich Conrad und Néomi wieder. Dieses Mal sind beide sehr gebannt und müssen feststellen, dass die besondere Anziehungskraft, die die beiden vorher schon gespürt haben, sich noch gefestigt hat und Néomis körperliche Erscheinung die „Erweckung“ bei Conrad hervorgerufen hat, womit auch wieder einmal bewiesen ist, dass Néomi Conrads Braut ist.

Können die beiden nun endlich glücklich werden? Lässt Conrad die Rachepläne an seine Brüder fallen? Wird Néomi wirklich sterben müssen, sollte Conrad hinter ihr Geheimnis kommen?

 

 

Meinung:

In „Tanz des Verlangens“ erzählt Kresley Cole nunmehr die Geschichte des beinahe letzten, der vier Wroth-Brüder, Conrad, und seiner Ballerina, Néomi.

Im Vergleich zu den anderen Geschichten der Reihe fand ich die Erzählung von Conrad und Néomi etwas langatmig und zäh, da der größte Teil der Erzählung die Zeit umfasst, während Néomi noch ein Geist ist und Conrad stetig gegen seine Wahnvorstellungen ankämpft. Es gab auch während dieser Zeit sehr schöne Szenen und Erlebnisse der beiden, doch aufgrund des Charaktersettings der beiden ist das Ganze eben etwas ernster und nicht mehr auf dieser spaßigen und leicht verspielten Ebene wie in den Vorgängerbänden.

Da Conrad und auch Néomi – größtenteils ihrer Situation geschuldet – beide Einzelgänger sind, gibt es hier hauptsächlich nur Szenen der beiden oder zwischen den beiden Protagonisten, was natürlich die immer am Rande auftretenden Nebencharaktere vermissen lässt, die man mit der Zeit nun schon so lieb gewonnen hat. Auch taucht hier erstmals der vierte Bruder Murdoch, auf dessen Geschichte ich allerdings auch schon sehr gespannt bin, da sich hier wohl seine Gefährtin weigert, ihn anzuerkennen – was übrigens schon jetzt auf eine ziemlich gemeine Art und Weise lustig klingt.

Wie bereits erwähnt, fehlt es der Story etwas an Spannung, Action und leider auch Humor, was ich persönlich sehr schade finde und glaube, dass hier viel Potential ungenutzt geblieben ist.

Die Geschichte der beiden fällt somit deutlich aus dem Rahmen zu ihren Vorgängern und es lässt sich auch nicht verbergen, dass, selbst wenn ich hier einige Kritikpunkte anbringen kann, ich nach wie vor darauf neugierig bin, wie die Reihe sich weiterentwickelt.

 

 

Bewertung:

Reicht leider von der Story und auch von den Charakteren her leider nicht an seine Vorgänger heran, was ich sehr bedauere.

Infos zur Reihe:

  1. Nacht des Begehrens (bereits erschienen)
  2. Kuss der Finsternis (bereits erschienen)
  3. Versuchung des Blutes (bereits erschienen)
  4. Tanz des Verlangens (bereits erschienen)
  5. Verführung der Schatten (bereits erschienen)
  6. Zauber der Leidenschaft (erscheint im April 2011)
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