[Review] Singh, Nailini – Im Feuer der Nacht

Taschenbuch

Sprache: Deutsch

Erschienen: 2009

Seiten: 432

Verlag: Lyx

ISBN: 978-3-8025-8226-4

Preis: 9,95 €

Altersempfehlung: ab 16 Jahren

 

Über die Autorin:

Nalini Singh wurde auf den Fidschi-Inseln geboren und ist in Neuseeland aufgewachsen. Nachdem sie als Rechtsanwältin und Englischlehrerin tätig war, begann sie 2003 eine Karriere als Autorin von Liebesromanen. Die Gestaltwandler-Serie ist ihr erster – in vielen Ländern begeistert aufgenommener Ausflug in die Fantasy-Romance.

 

 

Klapptext:

Der Halbleopard Clay Bennett ist unter Menschen aufgewachsen – eingesperrt in eine kleine Wohnung, zusammen mit einer Mutter, die den animalischen Teil seines Wesens stets verleugnet hat. Einzig seine Jugendliebe Talin McKade hat ihn so akzeptiert, wie er war, sie war sein Rudel, sein Ein und Alles. Als Clay eines Tages beobachtet, wie Talins Pflegevater sie misshandelt, lässt er den Leoparden in sich freien Lauf und tötet den Mann. Um im Gefängnis zu überleben, lernt er sein tierisches Wesen im Zaum zu halten. Als Clay endlich entlassen wird, erfährt er, dass Talin bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist. Dieser Verlust lastet auch Jahre später noch schwer auf dem Mann, zu dem er wurde, ein DarkRiver-Wächter – kraftvoll, gefährlich und von eiserner Selbstdisziplin beherrscht. Da taucht plötzlich die Frau wieder auf, die er seit Jahren für tot hielt. Clay ist zutiefst verstört, doch Talin bittet ihn um Hilfe, denn er ist der einzige Mann, dem sie jemals vertraut hat. Sie sucht einen Jungen, der entführt wurde. Und auch Talin selbst schwebt in großer Gefahr. Clay riskiert alles, um seine einstige Geliebte zu schützen. Die Liebe zwischen den beiden entflammt erneut. Doch Talin wird wieder von der Angst ergriffen, wegen der sie einst ihren eigenen Tod vortäuschte – der Angst vor dem Leoparden in Clay…

 

 

Inhalt:

Clay Bennett, ein Halbleopard und Wächter der DarkRiver-Leoparden, hat es in seiner Kindheit nicht leicht gehabt: Er wurde von seiner Mutter nicht so akzeptiert, wie er war, musste sein animalisches Selbst verleugnen und in einer – für sein tierisches Wesen – viel zu kleinen Menschenwohnung mit seiner Mutter, die er selbst sehr geliebt hat, leben. Einziger Lichtpunkt am schwarzen Horizont Clays war ein kleines Mädchen namens Talin McKade, die ihn von Anfang an so akzeptiere wie er war, mit der er sich angefreundet hatte. Schon früh hat Clay eine tiefe Verbindung zwischen sich und Talin entdeckt, die ihn dazu veranlasste, sie zu schützen. Als er 14 Jahre alt war, musste Clay durch Zufall entdecken, dass seine beste Freundin, die sechs Jahre jünger war als er selbst, von ihrem Pflegevater missbraucht, misshandelt und nahezu fast getötet wurde. In diesem Moment sah er einfach nur noch rot und konnte die unbändige Wut, die er selbst und der Leopard in ihn spürten, nicht mehr zurückhalten und ließ dem Tier in sich freien Lauf und tötete den Mann. Später im Jugendgefängnis lernte Clay zu überleben, in dem er selbst eiserne Selbstdisziplin erlernte, so wie er es immer bei den Medialen sah.

Als Clay mit 18 entlassen wurde und den Sozialarbeiter aufsuchte der Talin betreut hat, erfährt er, dass diese bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist. Für Clay bricht eine Welt zusammen und er zieht sich in sich zurück und überlässt das Tier in ihm für eine Weile die Oberhand, bis er Nate von den DarkRiver-Leoparden begegnet und sich entschließt, sich dem Rudel anzuschließen.

Jahre später steht auf einmal seine beste – und damals einzige – Freundin Talin wieder vor ihm. Erst kann Clay es gar nicht fassen und denkt, dass er langsam den Verstand verliert. Nur nach und nach beginnt er zu verstehen, dass sie wirklich noch am Leben ist und auf seine Hilfe angewiesen ist. Denn Talin arbeitet für eine Sozialorganisation namens „Shine“ als Sozialhelferin und eines „ihrer“ Kinder ist verschwunden und droht – wie einige vor ihm – tot wieder aufzutauchen. Doch schon bald ist klar, dass Talin sich durch ihre verzweifelte Suche nach den verschwundenen Kindern selbst zur Zielscheibe erklärt hat und Schutz braucht. Trotz der Wut und der Verzweiflung, die in Clay immer noch wüten, erklärt er sich bereit, ihr zu helfen. Doch während ihrer gemeinsamen Suche nach den Kindern entdecken die beiden nicht nur, dass die Gefühle füreinander, die sie seit Jahren unterdrücken, immer stärker werden und dass nichts so ist, wie es den Anschein hat. Als Clay erfährt, dass Talin totkrank ist, muss er sich entschließen, ob er sie als Gefährtin akzeptieren will. Auch für Talin ist die Situation nicht einfach, sie fürchtet sich einerseits vor dem Tier in Clay und andererseits fürchtet sie auch, dass ihre Gefühle für ihn nicht stark genug sind, um dass sie gegen die Krankheit anzukämpfen vermag. Denn eines weiß sie ganz genau, sollte sie den Kampf dagegen verlieren und sich auf eine Beziehung mit Clay einlassen, wird dieser niemals den Verlust verkraften können und selbst sterben. Und das will Talin auf keinen Fall und so weigert sie sich strikt, Clay ihr Herz zu öffnen…

Können Talin und Clay Jon rechtzeitig finden? Wer entführt diese ganzen Kinder und aus welchen Gründen? Was hat „Shine“ damit zu tun? Kann Talin den Kampf gegen die Krankheit gewinnen?

 

Meinung:

Eigentlich rege ich mich nicht mehr über diese ganzen Klapptexte auf, aber manchmal – so wie hier – regt es mich einfach nur auf, wie man sowas schreiben kann und ob die Leute, die diese Texte verfassen, manchmal überhaupt das Buch gelesen haben oder sich einfach nur die Handlung erzählen lassen. Selbstverständlich hat jeder eine andere Auffassungsgabe, aber die Beziehung von Talin und Clay gleich von Anfang an als Jugendliebe zu deklarieren, obwohl beide wohl eindeutig noch zu jung waren um überhaupt an sowas zu denken, finde ich schon wieder schwachsinnig.

„Im Feuer der Nacht“ ist der vierte Band der Gestaltwandler-Reihe von Nalini Singh und ist wirklich spannend. Ich habe wirklich sehr mit Clay und Talin mitfiebern können, zumal ausnahmsweise beide ziemlich gebrochene Charaktere sind und erst zusammen wieder eins werden.

Clay ist dadurch, dass er als Kind sein animalisches Wesen verleugnen musste nicht vollständig und erst Talin hat ihm gezeigt, dass man auch diesen Teil von ihm akzeptieren kann, ohne sich zu fürchten.

Talin hingegen ist auf andere Weise gebrochen; gebrochen durch die Erfahrungen und Erlebnisse, die sie als Kind durchleben musste. Erst nach und nach – da sie sich selbst nicht so akzeptieren kann wie sie ist – lernt sie durch Clay sich selbst zu achten. Doch der Schatten ihrer Krankheit verdunkelt nicht nur ihre Gefühle für Clay, sondern auch ihren Selbsterhalt. Erst später als klar wird, warum sich „Shine“ bereits sehr früh um sie und auch um andere Kinder gekümmert hat, lernt auch sie mehr über sich selbst und ihre Vergangenheit bzw. eigentlichen Familienbande.

Zum ersten Mal in dieser Reihe nimmt sich die Autorin zweier so ernster und tief verletzter Charaktere an, dass man wirklich schwer das Buch aus der Hand legen konnte. Trotz ihrer seelischen Verletzungen versuchen beide intuitiv niemals den Mut zu verlieren und einander – wenn auch eher unbewusst – zu helfen.

Neben der Erzählung über die Beziehung zwischen den beiden Protagonisten erzählt die Autorin die Geschichte an sich weiter, über die verschwunden Kinder, was der Rat der Medialen ausheckt (wenn auch dies immer noch schwierig zu durschauen ist), die Eingriffe des Gespenstes und die Verbindungen zu „Shine“. Und wieder kann man erkennen, dass die Handlung und deren Verästelungen sich immer weiter ausbauen und man als Leser dieser Reihe immer weiter in die Fänge der Geschichte gerät und wissen möchte, wie es weiter geht, da man in jedem Buch immer wieder ein „neues Stöckchen“ zugeworfen bekommt, was einen fesselt.

Wie bereits auch in den vorherigen Bänden wird auch die vorliegende Geschichte nicht nur aus Perspektive der beiden Protagonisten erzählt, sondern auch einer Reihe von verschiedenen – bekannten wie unbekannten – Charakteren erzählt und schafft somit immer weiter ein immer breiteres Spektrum der Story.

Was mir auch immer an den Büchern von Nalini Singh – jedenfalls in der hier vorliegenden Gestaltwandler-Reihe – so gut gefällt ist, dass zwar immer eine Liebesgeschichte zwischen den jeweiligen Protagonisten erzählt wird, aber diese niemals derart kitschig und aufdringlich ist, dass einen dies als Leser stören würden. Sie erzählt die Liebesgeschichte jeweils meist immer gleichgestellt mit den anderen Handlungssträngen der Geschichte.

Alles in Allem ist die Gestaltwandler-Reihe wirklich lesenswert, allerdings – wie auch schon in der Rezension zu „Eisige Umarmung“ erwähnt – nicht für Quereinsteiger geeignet, da hier die Bücher meiner Ansicht nach untereinander auf den Vorgängerband aufbauen.

 

Bewertung:

Eine spannende und faszinierende Weiterführung der eigentlichen Geschichte, allerdings kommt die Geschichte zwischen den Protagonisten selbst meines Erachtens nicht an die Geschichte von Judd und Brenna heran. Kurzum: Für Fans der Reihe wahrlich ein Genuss; für Quereinsteiger ungeeignet. J

 

Infos zur Reihe:
  1. Leopardenblut (bereits erschienen)
  2. Jäger der Nacht (bereits erschienen)
  3. Eisige Umarmung (bereits erschienen)
  4. Im Feuer der Nacht (bereits erschienen)
  5. Gefangener der Sinne (bereits erschienen)
  6. Sengende Nähe (bereits erschienen)
  7. Ruf der Vergangenheit (erscheint im März 2011)
Advertisements

Ein Gedanke zu „[Review] Singh, Nailini – Im Feuer der Nacht

  1. Irgendwie haben mich Nalinis Singhs Bücher nie so wirklich interessiert, aber ich werde die mir mal irgendwann angucken.Ich war mal mit meinem Cambridgekurs in Köln und da hat sich so eine "Sengende Nähe" gekauft und ich habe mich damals irgendwie total über den Titel gewundert… Das hört sich irgendwie total komisch an, oder? Ich habe sogar im ersten Moment nicht verstanden, was das heißen soll.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s