[Review] Handeland, Lori – Wolfspfade (Nightcreatures #6)

Taschenbuch

Erschienen: 2010

Sprache: Deutsch

Seiten: 359

Verlag: Lyx

ISBN: 978-3-8025-8262-2

Preis: 9,95 €

Altersempfehlung: ab 16 Jahren

 

 

Über die Autorin:

Lori Handeland schreibt seit 1993 historische und zeitgenössische Liebesromane. Ihr erster Werwolf-Roman „Wolfskuss“ wurde in den USA mit großer Begeisterung aufgenommen und mit dem RITA Award ausgezeichnet. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und zwei Söhnen in Southern Wisconsin.

 

 

Klapptext:

Seit ihre Schwester Katie vor drei Jahren spurlos verschwand, ist die Suche nach ihr der ganze Lebensinhalt von Privatdetektivin Anne Lockheart. Ein Foto führt sie zu einem Jazzclub namens Rising Moon im French Quarter von New Orleans. Als sie hier weitere Nachforschungen anstellt, erfährt sie, dass in den Sümpfen rund um die Stadt immer wieder grausam verstümmelte Leichen auftauchen. Da die Opfer zuletzt im Rising Moon gesehen wurden und es sich ausnahmslos um Menschen handelt, die man zuvor als vermisst gemeldet hatte, befürchtet Anne, auch Katie könnte eines Tages tot in der Wildnis gefunden werden. Um diese Spur weiter zu verfolgen, nimmt die Privatdetektivin einen Job als Kellnerin im Rising Moon an. Schon bald trifft sie auf den mysteriösen John Rodolfo, den Besitzer der Jazzkneipe. Rodolfo ist ein begnadeter Musiker – und blind. Er taucht regelmäßig abends auf, um die Menschen mit seinem Saxophon zu verzaubern. Sein ungewöhnliches Spiel rührt etwas tief in Annes Seele an. Immer mehr gerät sie in den Bann des faszinierenden Mannes, der ein finsteres Geheimnis zu hüten scheint…

 

 

Inhalt:

Anne Lockheart sucht verzweifelt nach ihrer kleinen Schwester Katie, die vor drei Jahren nach einem schwesterlichen Streit spurlos verschwunden ist. Beeinflusst durch die Suche nach Katie, ist Anne Privatdetektivin geworden und hat somit die Möglichkeit, jederzeit neuen Spuren hinterher zu jagen – denn genau so ein neuerlicher Hinweis führt Anne nach Orleans, besagt zu einer Jazzkneipe mit dem Namen „Rising Moon“. Doch weder der Barkeeper King noch der Inhaber der Kneipe, John Rodolfo, können ihr weiterhelfen und verneinen, ihre Schwester je gesehen zu haben. Enttäuscht von ihrer ersten heißen Spur seit Langem, begibt sie sich zum nächstgelegenen Polizeirevier und erhält dort von Detektive Sullivan die Auskunft, dass bereits mehrere Leute nach einem Besuch im „Rising Moon“ spurlos verschwunden sind. Einige sind allerdings wieder aufgetaucht – tot. Keine so guten Aussichten, wenn man nach jemandem sucht, der zuletzt in besagtem Etablissement gesehen worden ist.

Erleichtert darüber, dass bisher Katie nicht zu den aufgefundenen Vermissten gehört, beschließt sie noch eine Weile in der Stadt zu bleiben und genauere Nachforschungen anzustellen, was sich Sullivan natürlich gleich einmal zunutze macht und sie für seine „inoffiziellen“ Ermittlungen gegen den Inhaber des „Rising Moon“ anheuert. Allerdings steht Anne vor einem kleinen Problem – in der Stadt finden derzeit die Mardi-Gras-Festivitäten statt und kein einziges Hotel hat mehr ein freies Zimmer. Da kommt ihr die Idee, im „Rising Moon“ als Kellnerin anzuheuern, gegen eine kleine Bezahlung und Unterkunft versteht sich natürlich, um somit auch gleich an der Quelle direkt recherchieren zu können.

Womit Anne allerdings nicht gerechnet hat, ist die unglaubliche Anziehungskraft, die John Rodolfo auf sie ausübt. Doch je mehr Zeit sie im „Rising Moon“ und somit mit John verbringt, desto mehr keimt in ihr ein schrecklicher Verdacht…

 

Meinung:

Ehrlich gesagt, weiß ich nicht, was ich über „Wolfspfade“ von Lori Handeland schreiben soll – außer, dass ich diesen Band ihrer Werwolf-Reihe genauso wie seine Vorgängerbände förmlich verschlungen und gemocht habe und zudem auch noch dem nächsten Band der Reihe nahezu entgegenfiebere.

Durch ihre charmante und witzige Art, eine Geschichte zu erzählen, gehört Lori Handeland zu den wenigen Autorinnen, deren Reihen ich mit großem Vergnügen verfolge.

Erzählt wird die Geschichte wieder einmal – und dieses Mal sogar ausschließlich – aus Perspektive der Protagonistin, Anne Lockheart. Sie ist wirklich eine sympathische Hauptfigur, die man wirklich schnell ins Herz schließt und mit der man auch sehr gut mitfühlen kann. Auch unterscheidet sie sich von den anderen Protagonistinnen der Vorgängerbände, auch wenn alle eine Gemeinsamkeit haben: sie sind Kämpferinnen mit einem starkem Willen, die sich wissen im Notfall zu verteidigen.

Auffallend und entgegen dem, was man als Leser dieser Reihe gewohnt ist, wird hier nicht die Liebesgeschichte in den Vordergrund gestellt, sondern die Suche Annes nach ihrer Schwester Katie. Auch im Gegensatz zu den anderen Paaren der Werwolf-Reihe scheinen Anne und John ihren Gefühlen nicht freien Lauf lassen zu wollen, sondern wahren stets eine gewisse Distanz zueinander – wenn auch nur auf emotionaler Ebene.

Weiter auffällig ist, dass trotzt zweier Vorgänger-Bände, die in New Orleans spielen, die Verbindung zur Eliteeinheit der Jägersucher durch die Autorin weitestgehend Abstand genommen worden ist, sodass man als Leser – auch wenn man bisher keinen Band der Reihe gelesen hat – eine vollständig selbstständige Geschichte vor Augen hat, die nahezu keinen Bezug zu einem Vorgängerband hat.

Das einzig Negative, was mir aufgefallen ist, dass der Geschichte etwas an der besonderen spontanen Romantik mangelt, die man so sehr aus den vorherigen Bänden kennt und liebt.

 

 

Bewertung:

Eine tolle, spannende und selbstständige Geschichte in der Werwolf-Reihe von Lori Handeland, die nicht nur für Fans der Reihe zu empfehlen ist, sondern auch für Quereinsteiger.

Info zur Serie:

  1. Wolfskuss (bereits erschienen)
  2. Wolfsgesang (bereits erschienen)
  3. Wolfsglut (bereits erschienen)
  4. Wolfsfieber (bereits erschienen)
  5. Wolfsbann (bereits erschienen)
  6. Wolfspfade (bereits erschienen)
  7. Wolfsdunkel (erscheint im Mai 2011)
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2 Gedanken zu „[Review] Handeland, Lori – Wolfspfade (Nightcreatures #6)

  1. Zwar haben mir ein, zwei Bücher nicht sooo gut gefallen, aber alles in allem finde ich die Reihe auch klasse – vor allem deshalb, weil Handeland sich nie wiederholt und die Bücher extrem abwechslungsreich sind, sodass man nie das Gefühl hat, zum x-ten Mal das Gleiche zu lesen.

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