[Review] Suzuma, Tabitha – Forbidden

Taschenbuch

Erschienen: 2010

Sprache: Englisch

Verlag: Definitions

Seiten: 417

ISBN: 978-1-862-30816-9

Preis: (ca.) 7,99 €

Altersempfehlung: ab 14 Jahren

 

 

Klapptext (Buchrückseite):

 

„You’ve always been my best friend,

my soul mate, and now I’ve fallen

in love with you too.

 

Why is that such a crime?“

She is pretty and talented – sweet sixteen and never been kissed.

He is seventeen, gorgeous and on the brink of a bright future.

 

And now they have fallen in love. But…

They are brother and sister.

 

 

Inhalt:

Seit einigen Jahren – besser gesagt, seit dem der Vater von Lochan, Maya, Kit, Tiffin und Willa die Familie verlassen hat – kümmern sich Lochan und Maya um ihre drei jüngeren Geschwister gemeinsam, da die Mutter seit der Trennung dem Alkohol und ihren Affären verfallen ist. Gemeinsam regeln die beiden ihren Alltag, unterhalten die beiden jüngeren Tiffin (9) und Willa (5), sorgen dafür dass ihr pubertärer kleiner Bruder Kit (13) den größten Schwierigkeiten fernbleibt, dass alle eine warme Mahlzeit auf dem Tisch haben und regelmäßig saubere bzw. neue Kleidung kriegen, damit das Sozialamt/Jugendamt nicht auf sie aufmerksam wird und die Geschwister auseinander reißt. Dafür tun Lochan und Maya alles und haben dabei nur einander, dem sie vollständig vertrauen und alles erzählen können. Dass die beiden sich dabei näher als nur Geschwister sind, ahnen die beiden zu anfangs auch noch nicht – doch dann passiert das Unwahrscheinliche: die beiden verlieben sich ineinander und führen im Verborgenen eine geheime Beziehung, immer mit der Gefahr im Nacken, erwischt zu werden.

 

 

Meinung:

Gerade habe ich „Forbidden“ von Tabitha Suzuma zu Ende gelesen, ein ungeschrieener Schrei steckt in meiner Kehle fest und Tränen laufen heiß meinen Wangen herunter und nehmen mir die Sicht. Immer noch ist es für mich unfassbar, das was die Autorin hier für ein erschreckendes und zugleich faszinierendes Werk geschaffen hat und wie ich selbst dazu stehe, ist letztendlich genauso erschreckend.

Die Geschichte von Lochan – liebevoll von seiner Familie Lochie genannt – und Maya ging mir – so wie sie die Autorin erzählt hat – mehr als nur durch Mark und Bein – sie hat sich in meiner Seele festgefressen und mich den beiden Protagonisten auf eine unglaubliche Art nahegebracht, dass ich ihren Schmerz quasi mein Eigen nennen könnte.

Erzählt wird die Geschichte der beiden abwechselnd aus deren Sicht – in der Ich-Perspektive und Gegenwartsform – was einem wirklich mehr als nur unter die Haut geht und einen in der Geschichte gefangen hält.

Was die Geschichte der beiden auch noch ausmacht, und verständlicher für den einen oder anderen, sind die Nebencharaktere, die wirklich sehr liebenswert und einzigartig sind – bis auf die Mutter. Die drei jüngeren Geschwister machen nämlich – selbst wenn sie hier nur Nebencharaktere sind – doch einen Großteil der Geschichte aus und ich habe die drei (Kit, Tiffin und Willa) wirklich sehr ins Herz geschlossen, genauso wie die Protagonisten selbst.

Herzzerreißend fand ich anfänglich insbesondere auch, dass Lochie ein sehr intelligenter, aber extrem schüchterner Junge ist, der außerhalb der Familie selten ein Wort herausbringt und deswegen auch keine Freunde hat, und zudem auch noch mit der Last der Familienprobleme belastet ist – über die er mit niemandem – außer mit Maya – reden kann. Maya ist im Gegensatz zu Lochie zwar nicht schüchtern und hat auch Freunde, aber kann auch mit diesen nie über ihre familiäre Situation reden – immer mit der Angst kämpfend, dass das Jugendamt die Geschwister trennen könnte.

Aufgrund der schweren Bürde, die die beiden letztendlich gemeinsam tragen, ist es nur umso verständlicher, dass sie sich jemanden wünschen, dem sie nahe sein können, und sich letztendlich ineinander verlieren – immer sich ihrer Situation bewusst und anfangs auch dagegen ankämpfend.

Während des Lesens sind mir die beiden immer mehr ans Herz gewachsen und ich habe sie als Leser – sich dessen zwar unbewusst bewusst – nicht mehr als Geschwisterpaar, sondern eher als sehr junge Eltern gesehen, die wirklich alles für die drei Jüngeren getan haben – und unbewusst habe ich mir für die beiden ein Happy End gewünscht. Aber wer würde das nicht?

Neben den doch sehr die Geschichte einnehmenden und einen großen Teil davon ausmachenden Geschwister ist da immer noch die Mutter der fünf, die Lochan sehr jung bekommen hat und zu dem Zeitpunkt seinerzeit quasi selbst noch ein Kind war und deswegen den Vater der Kinder heiraten musste. Niemals richtig erwachsen geworden und verletzt in ihrem Stolz, nachdem ihr Mann und Vater ihrer Kinder, sie wegen einer anderen verlassen hat, flüchtet sie sich in den Alkohol und ihre Affäre mit ihrem Chef, um dabei ihren Alltag und ihre Kinder, für die sie keine Verantwortung übernehmen will, zu vergessen. Untragbar und total egoistisch fand ich an ihr – und auch verachtenswert – dass sie ständig an Lochie rumgenörgelt und ihm vorgeworfen hat, er sei der Grund, warum sie heute in dieser verzwickten Situation mit fünf Kindern steckt. Daran, dass sie möglicherweise selbst an ihrer Situation Schuld trägt (Wozu gibt es schließlich Verhütung?), will sie nicht wahrhaben und lädt ihren ganzen Frust an Lochie ab.

Aber im gleichen Zug genauso untragbar fand ich die Vaterfigur. Denn, wenn man der Mutter Vorwürfe macht, sollte man sich auch einmal den Vater ansehen, der die Familie verlassen hat, in ein anderes Land umgesiedelt ist, sich eine neue Familie gesucht und seine Kinder komplett aus dem Gedächtnis gestrichen hat. Er trägt meines Erachtens genauso viel Schuld an der Situation seiner Kinder, wie seine Ex-Frau – wenn nicht sogar noch mehr.

Kurzum: Ein absolutes Meisterwerk, was einem emotional so auf Trapp hält, dass ich persönlich nur sagen kann, dass man es selbst gelesen haben muss, um das Kaleidoskop der Gefühle verstehen zu können, durch welches man als Leser durchsieht.

Abschließend möchte ich einmal der Autorin Tabitha Suzuma dafür danken, dass sie sich an diese schwierige Thematik herangewagt und diese bewegende und mitreißende Geschichte geschrieben hat. Genauso sollte man wahrscheinlich auch einmal dem Verlag danken, der die Geschichte überhaupt publiziert hat. Übrigens danke ich an dieser Stelle auch einmal Stefanie, die mich erst auf dieses Buch aufmerksam gemacht hat. ^^

 

 

Bewertung:

Eine traurige und mitreißende Geschichte, die einem mehr als nur durch Mark und Bein geht, und für die man auf jeden Fall eine Packung Taschentücher bereit halten sollte. Für jeden, der ernsten Thematiken ohne Happy End offen gegenübersteht, ist dieses Buch ein absolutes MUSS. Ich kann es wirklich nur empfehlen, denn es ist eines der Bücher, wo ich schon beim Lesen gehofft habe, dass es nie zu Ende geht.

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17 Gedanken zu „[Review] Suzuma, Tabitha – Forbidden

  1. Bei dem Ende muss man ja einfach heulen. Das Buch wird dich auch sicher noch eine Weile lang beschäftigen, da bin ich mir sicher.Ohne hier für etwaige zukünftige Leser spoilern zu wollen hab ich doch eine Frage an dich, die mir sehr zu schaffen macht: Wie geht es Kit bei der ganzen Sache? Glaubst du, dass er Schuldgefühle wegen Lochan hat?Mich macht das ganz fertig, dass ich nicht weiß, wie es da jetzt weiter geht!

  2. Ja, es beschäftigt mich auch immer noch und immer wenn ich dran denke, muss ich mit den Tränen kämpfen. Wie es weitergeht? Ist eine wirklich gute Frage. Ich denke Maya wird das tun, was kann um Lochies Wunsch in die Tat umzusetzen. Und was Kit angeht: er hat in dem Moment, indem die Polizei Lochan abgeführt hat und er hinter dem Polizeiwagen hergerannt – da hab ich übrigens schon geheult – ist, realisiert, dass sein Bruder niemals wieder nach Hause zurückkehren wird, was auch der Grund ist, warum er Maya versucht soviel wie möglich zu helfen. Oh Gott… ich muss schon wieder heulen, das Ganze macht mich einfach fertig… *schnief*

  3. Ja, bei "Forbidden" handelt es sich um einen Einzelband. Allerdings kann ich das Buch nur empfehlen. Es ist eines der emotionalsten und schönsten Bücher zugleich, die ich im vergangen Jahr gelesen habe.Wenn du aber keine englischsprachigen Bücher liest, brauchst du nur noch bis August 2011 abwarten. Denn ab August 2011 gibt es "Forbidden" auch auf Deutsch. 😉

  4. Letzte Nacht bin ich mit dem Buch fertig geworden und kann nicht behaupten dass ich deine Meinung komplett teile. Aber größtenteils.Es ist ein großartiges, emotionales und zugleich erschreckendes Buch.Auf meiner persönlichen 'Liste-der-Bücher-die-man-nur-einmal-liest' steht es aber dennoch ganz oben. Im Ernst und ohne mich darüber lustig machen zu wollen.Platz eins ist für mich immernoch "Evil" von Jack Ketchum.Aber dieses Buch hier ist ähnlich grausam.Bei Autoren wie Ketchum weiß man wenigstens was einen erwartet.Bei 'Forbidden' allerdigs kommt 3/4 des Buches im Prinzip NICHTS und im letzten Viertel prügeltdie Autorin einem die Hämmer um die Ohren.Ich habe es letzte Nacht zuende gelesen und muss sagen dass es nachhängt.Es ist schön und grausam zugleich. Ein wunderbares Buch bis zu Seite ~ 350 und danach tritt es einem direkt in's Gesicht.Ich muss meine Meinung irgendwo loswerden, (es trifft 'leider' diesen Blog 😉 ) da ich wirklich sauer bin.Die Autorin lässt meiner Meinung den Leser irgendwie im Stich.Ich habe keineswegs etwas gegen traurige Enden, aber hier das war irgendwie zu .. 'krass'.Ich werde es sicher auch weiterempfehlen – aber eben mit dem Vermerk dass es starker Tobak ist.

  5. Hallo, Luckyelement! Es ist immer schön eine andere Meinung zu dem Buch zu hören bzw. zu lesen. Emotional war es für mich eine totale Tal- und Bergfahrt und hat mich sehr bewegt, insbesondere die innerfamilare Situation, welche ich einfach nur als grausam und unzumutbar hielt. Gleichzeitig war ich begeistert, wie Maya und Lochan diese dennoch aus Sicht der Autorin "gemeistert" haben. Darf ich auch einmal fragen, ob du die deutsche Ausgabe oder die englischsprachige Ausgabe gelesen hast? Manchmal geht ja beim Übersetzen ein Teil des "Flairs" verloren. Dass die Autorin ihre Leser im Stich lässt, empfand ich nicht. Der zentrale Punkt lag nunmal auf der familiären Situation begründet, die letztendlich den Anstoß für diese verbotene Beziehung gegeben hat. Die "Lösung" des Problems fand ich allerdings ein wenig grausam, insbesondere Lochan gegenüber, den man ja mit der Zeit sehr ins Herz geschlossen hatte. Wie gesagt, die letzten 20 Seiten hatte ich nur geheult, so traurig war ich über das Ende. Es war einfach erschreckend, welchen Ausweg die Autorin für einen so sympathischen Charakter gewählt hat. T.T"Evil" steht bei mir ganz weit oben auf der Wunschliste seit geraumer Zeit. Leider ist es mir bisher einfach nicht über den Weg gelaufen und mein SuB ist ja nun auch nicht gerade klein. *seufz*Liebe Grüßeanimasoul

  6. Hey anima,die Situation in der Familie der beiden war (wie ich gestehen muss) jetzt nicht so besonders. Okay, die Zwei haben viel Verantwortung getragen, aber ich weiß aus persönlichen Erfahrungen wie Alkoholiker sind. Daher sehe ich das warscheinlich weniger hart. Aber die Begeisterung habe ich geteilt. Ich fand es großartig zu lesen wie die zwei alles geschafft haben.Englische Ausgabe. Seit dem Buch "Never let me go" von Kazuo Ishiguro (Deutsch: Alles was wir geben mussten) lese ich nurnoch auf Englisch. (Sehr gutes Buch, leider auf Deutsch eine komplette Nullnummer.)Das Ende war wie geschrieben zu heftig. Zu stark. Es war einfach ein Schlag in das Gesicht des Lesers/Leserin. Es war zu hart. Es hätte nicht sein müssen. Ich kann es irgendwo verstehen – aber auch nicht. Mein erster Gedanke nach dem Schließen des Buches war: "Warum? Er hat Nichts getan. Nichts."Es war einfach falsch das Schöne so enden zu lassen.Evil ist – oder war – für mich grausam. Das ganze Buch über habe ich immer wieder Pausen gemacht und musste hart schlucken. Auch wenn es sehr kurz ist – es ist ein grausames Meisterwerk. Das Schreckliche ist ja dass es auf wahren Begebenheiten beruht.Dafür solltest du dir auch gut Zeit nehmen.Aber ich kenne das, es gibt immer noch was das man lesen möchte. ;)Liebe GrüßeLucky

  7. Hey Lucky! Ich fand es auch schade um Lochan und, dass Kid erst so spät bemerkt hat, was er eigentlich an seinem Bruder hatte. Schade, traurig und in gewisser Weise hätte man sicherlich auch ein alternativeres Ende wählen können. Aber ich denke, es war der Effekt, der Frau Suzuma dazu bewegt hat, die Geschichte einer jungen, verbotenen Liebe zu erzählen, die aufgrund ihrer bisherigen Lebenserfahrungen keinen anderen Ausweg sah. Sicherlich ein zweischneidiges Ding. Hm… von Ishiguro habe ich noch nix gelesen. Werd mich aber mal umsehen. Du hast mich neugierig gemacht. Dass "Evil" auf wahren Begebenheiten beruhren soll, hab ich auch schon gelesen. Ich mag so drastische und manchmal auch nachdenklich stimmende Bücher. Sie zeigen immer wieder, dass das Leben eben kein Zuckerschlecken ist, egal wie schön wir es uns schreiben oder lesen wollen. "Wintermädchen" hat mich ja seinerzeit auch sehr mitgenommen und musste ich in Etappen lesen. Ja, man will immer noch was lesen. Ich verweise jetzt nicht auf meinen SuB. ;)LGanimasoul

  8. Hey animasoul,allerdings. Um ehrlich zu sein habe ich während den Streitereien zwischen den beiden schonmal an meine eigene Jugend gedacht. Es ist definitiv gut geschrieben.Schade nur dass es so ausging.Es gibt dazu auch einen Film von 2008 oder 2009. Gesehen habe ich ihn noch nicht, soll aber relativ gut sein.Drastisch ist es definitiv. Teilweise auch zu drastisch. Man fragt sich eben wie solche Dinge passieren können. Naja. Wintermärchen sagt mir Nichts, ich werde es aber gleich mal googlen.Man sieht dass du noch einiges vor hast. Die Liste ist stark und teilweise wären da sogar Sachen für mich dabei. Ich werde mal abwarten wie du die bewertest.LGLucky

  9. Hey, Lucky! Das mit den Erinnerungen an die Jugend kann ich nur dahingehend quittieren, dass ich meinen Erzeuger ebenfalls nie zu hören bzw. zu sehen bekam. Dafür aber andere lustige Dinge, die mich auf die Palme gebracht haben. Weswegen ich das väterliche Verhalten von Lochans und Mayas Vater ja so 'kritisiert' habe bzw. so kritisch gesehen habe. Persönliche Erfahrungen intensivieren häufig das Leseerlebnis. Was auch ein Grun ist weswegen ich bei einigen Dingen immer kritischer oder pissiger reagiere als andere.Zu Evil oder dem Buch von Ishiguro gibt es einen Film? Da ich momentan immer viel unterwegs bin, hab ich nicht viel Surfzeit. :'(Bei meinem Sub wäre auch was für dich dabei? Was denn, wenn ich fragen darf?Liebe Grüßeanimasoul

  10. Hey Anima,wie geschrieben, ich kann das gut nachvollziehen. Das eigene Gefühlsleben schaltet immer mit, es geht eben nicht ohne. Muss ja nichts Schlechtes sein, aber jeder Leser hat dadurch einen anderen Fokus. Letzendlich sieht jeder das anders. Naja, ein wunderschönes aber auch böses Buch.Es gibt in der Tat zu beiden Büchern einen Film. Den von Evil habe ich mir mal ausgeliehen, aber ich habs nicht geschafft ihn mir anzusehen. Obwohl ich weiß es wäre nur ein Film – das Buch war heftig genug.Zu "Never let me go" gibt es definitiv einen Film.Hier: "http://de.wikipedia.org/wiki/Alles,_was_wir_geben_mussten_(Film)".Nummer 52 und 53 (If I Stay by Gayle Forman und Where She Went). Nummer 53 ist bestellt, 52 habe ich gelesen. Am Anfang habe ich viel übersprungen weil es langweilig war .. weil es irgendwie sinnlos rüberkam. Aber beim zweiten Durchgang wurde es ein beeindruckendes Buch. 'Where She Went' kommt hoffentlich diesen Samstag.Ich bin momentan in einer seltsamen Lesephase.Forbidden, If I Stay und eben habe ich Before I Fall von Lauren Oliver durchgelesen. Irgendwie sind diese Bücher immer mit einem beschissenen Ende verbunden. (Oder liegt das an mir?)Jetzt erstmal "A Journey To The West" um mich abzukühlen, irgendwie machen diese Bücher einen fast depressiv.Aber auf meiner persönlichen Liste steht auch noch so viel .. grr. Kenne das Zeit-Raum-Buch-Problem.Liebe GrüßeLuckyP.S.: Sorry, hatte bei meinem Eintrag die Grüße vergessen, in meinem Kopf schwirren grad noch die letzten Sätze von Before I Fall rum.

  11. Moin, Lucky! "Before I Fall" von Lauren Oliver hab ich ja in deutscher Ausgabe gelesen und die war gut. Ich hab das Buch gemocht. Das Ende war traurig und herzzerreißend, wenn auch leider nachvollziehend. Hat mich ein wenig an "Und täglich grüßt das Murmeltier erinnert". Die Protagonistin war ja nicht gerade sympathisch, aber man lernte sie während des Lesens kennen und verstand sie immer mehr, weswegen man sie irgendwann auch mochte, ab welchem Zeitpunkt dieser Effekt beim Lesen bei mir einsetzte kann ich gar nicht sagen. Aber die Philosophie des Buches über das Leben, den Tod und das Danach zu sinnieren, war schon heftig und hat mich auch eine ganze Weile beschäftigt. Ich glaube hier ging es ähnlich wie bei "Forbidden" mehr um den Effekt als um das Ende selbst. -.-Hm… also "Never let me go" ist jetzt auch auf meine Wunschliste gewandert. Klingt ja wirklich fesselnd. Also, wenn du etwas emotionales suchst, kann ich dir auch noch "Voll daneben" (King of the Screwups) von K.L. Going ans Herz legen. Es ist ein sehr mitreißendes Buch, wenn auch glücklicherweise etwas amüsanter und nicht ganz so krass geschildert. Auch wenn die familiären Differenzen einen echt mitfühlen lassen. Darf man fragen, was denn so alles Interessantes auf deiner Liste steht?? Vielleicht kann man ja spicken. 😉 Liebe GrüßeanimasoulP.S.: Es ist nicht schlimm, wenn du die Grüße am Ende vergisst. Hab Verständnis, wenn die mal untergehen. ^^

  12. Hey Anima,ich habs auf englisch gelesen und fand es schön. Man war innerlich zerissen. Auf der einen Seite fand man dass Sie ein nettes und "gutes" Mädchen war, auf der anderen Seite war es irgendwie so: "Weshalb hast du das gemacht ?!"Das Ende .. naja. Ich muss gestehen dass es mich nicht so traf wie bei Forbidden. Sie ist ja schon vorher sechsmal 'gestorben'. Was ich eher interessant fand dass sie der Mittelpunkt der Gruppe ist und es nichtmal mitkriegt. Für sie ist das alles 'normal'. Aber hier kommen wir wieder zurück zum Lesefokus .. ;)Das Buch ist eher locker, relativ ruhig und keine all zu starken Überraschungen.Eher die Geschichte an sich ist heftig. So nüchtern wie es erzählt wird. Da ist es wirklich das Gesamtwerk was einen etwas im Stich lässt. Weil man zurückgelassen wird als wäre es das Normalste auf der Welt. Aber dennoch (oder gerade deswegen?) ein schönes Buch.Schlage es gleich mal nach. Ich hoffe das ist zur Abwechslung mal was Fröhlicheres. Auf meiner persönlichen Liste stehen momentan:- A Journey To The West von Ch'eng-en Wu- Perfect Chemistry von Simone Elkeles- Halo Blutsväter (ein stumpfes "nicht-drama"-Buch)- Wenn du mich brauchst von Jana Frey- Across the Universe (Razorbill Us) von Beth Revis- Matched von Ally Condie- Stolen von Lucy Christopher- Für immer, Dein Dad von Lola Jage (Obwohl ich hier noch nicht sicher bin)Es sind eher gefühlvolle Bücher, daher quetsche ich mir zwischendurch mal Dinge wie Halo rein – mal abgesehen davon dass es mich sehr interessiert – sind es gute abschalt-Bücher. Eben keine richtigen Romane sondern eher nette Geschichten.Liebe GrüßeLucky

  13. Hey, Lucky! Ja, Samantha war schon ein fragwürdiger Charaker und ihr "Ableben" in dem Sinne auch nicht ganz so krass; man konnte sich als Leser ja schon denken, wie das Buch ausgeht. ^^"Halo" erinnert mich irgendwie an diese Ego-Shooter-Reihe. Oder irre ich mich da?? (Und falls jemand fragt, ich stimme dafür, dass ich ein manchmal auch ein zockendes Bunny bin! :P)Von Frau Frey habe ich ja bisher nur "Der Kuss meiner Schwester" gelesen. Ebenfalls ein sehr interessantes und emotionales Buch mit der Thematik Inzest. Allerdings nicht ganz so krass wie Forbidden. Wäre vielleicht auch was für dich? An "Matched" lauf ich ja aus Prinzip vorbei, das ist schon wieder so ein "Hype-Buch". Gleiches gilt für "Across the Universe". Bei "Perfect Chemstry" bin ich selbst noch unschlüssig, einerseits ja und andererseits wird es irgendwie von überall her "gelobt". "Stolen" von Lucy Christopher habe ich auf Deutsch gelesen. "Ich wünschte, ich könnte dich hassen" war auch eine emotionale Berg- und Talfahrt. Das Ende ist allerdings so eine Sache für sich. Ich hoffe immer noch, dass die Autorin noch einen Parallelband zu diesen rausbringt, in dem die Geschichte aus der Perspektive des Entführers geschildert wird – und was wichtig ist, das DANACH. "Für immer, Dein Dad" steht auch auf meiner Wunschliste. :DIch hab ja auch ein paar entspannende Bücher auf meinem SuB, sodass ich auch mal abschalten kann. Solche Bücher braucht man schließlich auch. 😉 Und falls du noch irgendwas diskutieren möchtest, brauchst du auch nicht unbdingt jedes Mal einen Kommentar zu hinterlassen. Du kannst mir auch gerne eine eMail schreiben. ^^ Liebe Grüßeanimasoul

  14. Hey Anima,bei den Halo-Büchern geht es auch um die Halo-Geschichte. Recht interessant. Mir hat das ganzeDrumherum immer besser gefallen als die Spielreihe selbst. (Nicht dass es schlecht war .. aberdie Bücher sind eben irgendwie cooler.)Ich habe was das angeht auch die Bücher von Starcraft, Warcraft und The Witcher gelesen.(Obwohl die Witcher-Bücher ja vor den beiden Spielen entstanden sind.)Das ist manchmal die einzige Mögleichkeit eine Hintergrundstory zu kapieren, wenn mannebenher zufällig arbeiten muss. ;)Hm, ich werd mir mal ein paar Kritiken durchlesen. Aber nach Forbidden steht mir ehrlichgesagt eher weniger der Sinn nach Inzest. Gott. Das klingt komisch. Und nicht haha-komisch.Also Matched und Across the Universe habe ich per Zufall auf Amazon gefunden.Wie geschrieben, ich lese eigentlich weniger Kritiken. Mir wurde beigebracht das Buch auf zu machenund zu lesen. Es gibt nur sehr weniger Bücher die mir überhaupt nicht gefallen haben.Es ist faszinierend wie jeder Autor schreibt .. und vor allem beschreibt.Ich hab mir nach dem Kommentar mal Perfect Chemistry gekrallt,einfach so angefangen – Journey to the West lässt auf sich warten – und muss gestehen dass es rechtnett geschrieben ist aber auch irgendwie blauäugig. Ein Mädchen dass natürlich perfekt ist usw, abereinerseits keine Ahnung haben soll wie gut es aussieht – aber zeitgleich genau weiß wieperfekt sie "ist". Ich würde dir ja eine Rezension schreiben, aber erstens bin ich ein fauler Menschund zweitens würde es Nichts bringen, da alles Gutes und Schlechtes hat.Stolen bitte auf keinen (!) Fall spoilern. Da bin ich richtig gespannt. :D"Für immer, dein Dad" klingt halt nach 14-jahre-unerfahren-mit-Büchern-macht-sie-süchtig-Kampange.Daher mein "vielleicht". Überzeugt hat mich der Text von Amazon noch nicht.Ohne diese Bücher hätte ich wohl vor langer Zeit das Lesen aufgegeben.Bücher wie Forbidden, Before I Fall oder A Note Of Madness sind zwar interessant und gut,aber ich brauche diese andere Seite einfach. "Das Hirnlose" sozusagen.Mail an die Adresse im Impressum oder ist das eine der spam-kann-rein-sehe-ich-eh-nie-nach-Adresse?GrüßeLucky

  15. Moin, Lucky!Jepp, genau die Mailadresse. Ist meine gängige und diejenige, die ich nebenher immer offen habe. Hab zwar noch ne zweite, aber die wird eher weniger genutzt. ^^Und keine Angst, ich verliere kein Wort mehr über "Stolen". 😉 Ich lese meistens nur das Faszit zu Rezensionen bei Büchern, die mich selbst interessieren und erst im Nachhinein die vollständige Bewertung – außer bei Leuten, wo ich weiß, dass sie möglicherweise eher mein Interesse steigern oder eben nicht. :DLiebe Grüßeanimasoul

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